B2B
17.07.2018

Rebranding drückte Quartalsergebnis bei der Telekom Austria

Das Nettoergebnis bei der Telekom Austria wurde im zweiten Quartal durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt.

Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis wie im ersten so auch im zweiten Quartal - erwartungsgemäß - durch eine Markenwert-Abschreibung infolge des gruppenweiten Rebranding gedrückt worden. Ohne diesen Effekt wäre das Nettoergebnis im Halbjahr um 22 Prozent gestiegen, wie CEO Alejandro Plater am Dienstagabend zu den vorläufigen Zahlen betonte.

Die Umsatzerlöse der Gruppe und das EBITDA hätten eine stabile Entwicklung gezeigt, und die Wachstumsstrategie sei auch im ersten Halbjahr 2018 erfolgreich gewesen, so Plater. Die Umsätze legten im Halbjahr um 1,3 Prozent auf 2,175 Mrd. Euro zu, im zweiten Quartal im gleichen Ausmaß auf 1,099 Mrd. Euro (dabei stiegen die Umsätze in Österreich im Halbjahr um 1,2 Prozent auf 1,306 Mrd. Euro und im zweiten Quartal um 0,6 Prozent auf 561,1 Mio. Euro). Ohne Währungs- und Einmaleffekte wuchsen die Umsätze um 2,3 Prozent. Das EBITDA wurde fast stabil gehalten: Im Halbjahr gab es um 0,4 Prozent auf 697,9 Mio. Euro nach, im Zeitraum April bis Juni um 0,9 Prozent auf 356,4 Mio. Euro.

Das Betriebsergebnis verringerte sich im Halbjahr um 46,2 Prozent auf 147,2 Mio. Euro und gab im zweiten Quartal im Jahresabstand um 34,8 Prozent auf 95,6 Mio. Euro nach, hieß es in der Mitteilung.

Markenwert-Abschreibung

Das Nettoergebnis wurde im zweiten Quartal durch eine ao. Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt. Ohne diesen Effekt - im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro, der sich aus dem gruppenweiten Roll-out der Marke A1 ergab - wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.

Im Halbjahr schrumpfte das berichtete Nettoergebnis von 208,9 Mio. auf 82,5 Mio. Euro, gab das Unternehmen am Dienstagabend im Trading Statement bekannt. Ohne die Markenwert-Abschreibung von 173,5 Mio. Euro hätte das Halbjahres-Nettoergebnis um 22,5 Prozent zugelegt.

Der berichtete Free-Cashflow stieg im Halbjahr um 35,4 Prozent auf 205,7 Mio. Euro - vor allem wegen niedrigerer Zinszahlungen und operativer Verbesserungen sowie geringeren Zahlungen für Anlagenzugänge.

Den Ausblick der Gruppe für 2018 ließ die Telekom Austria unverändert mit ein bis zwei Prozent Umsatzplus (auf berichteter Basis) sowie Investitionen (CAPEX) von rund 750 Mio. Euro. Den gesamten Ergebnisbericht für das Halbjahr will die Telekom Austria am 24. Juli vorlegen.