Tesla Fabrik Berlin Brandenburg

Tesla Fabrik Berlin Brandenburg

© dpa-Zentralbild/Patrick Pleul / Patrick Pleul
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Debakel für Tesla-Fabrik in Berlin: Elon Musks großer Plan scheitert

Als Tesla seine Fabrik in Deutschland in der Nähe von Berlin aus dem Waldboden gestampft hat, brummte der Elektromotor des US-Autoherstellers. Die Nachfrage nach Teslas war deutlich größer, als in den Werken in Kalifornien und China produziert werden konnte. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. 

Die Tesla-Verkäufe sind im vergangenen Jahr massiv eingebrochen. Allein in der EU ist der Absatz um ungefähr 40 Prozent zurückgegangen, europaweit liegt der Rückgang bei 28 Prozent. Tesla hat 2025 in Europa insgesamt rund 235.000 Fahrzeuge verkauft.

In der Nähe von Berlin steht aber eine Fabrik, die pro Jahr mehr als 375.000 Model-Y-Fahrzeuge herstellen kann. Auch wenn Tesla einige Autos aus Europa nach Kanada verschifft hat, um die Zölle zu umgehen, ist die Tesla-Fabrik in Deutschland bei Weitem nicht ausgelastet

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Ein Desaster

Bei der Eröffnung der deutschen Gigafactory hat Firmenchef Elon Musk angekündigt, dass pro Jahr 500.000 Fahrzeuge vom Band laufen sollen. In einer weiteren Ausbaustufe sollen es dann sogar eine Million pro Jahr sein. Davon ist Tesla meilenweit entfernt und produziert nur halb so viele Fahrzeuge wie damals angekündigt. 

Rein rechnerisch gesehen, ist die Tesla-Fabrik in Deutschland ein Desaster. Dies zuzugeben wäre für Tesla ein "demütigendes Eingeständnis des Scheiterns", wie es Electrek bezeichnet. Die Illusion der unbegrenzten Nachfrage könnte Elon Musk damit vor seinen Aktionären nicht mehr aufrechterhalten. 

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Keine Verkleinerung

So gesehen werde keine Verkleinerung der deutschen Fabrik infrage kommen, heißt es in dem Bericht. Angesichts der bereits getätigten Milliardeninvestitionen stehe auch eine Schließung nicht zur Debatte. Wie es aber mit der Gigafactory bei Berlin weitergehen wird, ist dennoch völlig ungewiss. 

Elon Musk hatte in der Vergangenheit über eine 2. Ausbaustufe fantasiert. Außerdem ist die Rede davon, dass Tesla im deutschen Werk auch Batterien für seine E-Autos produzieren möchte. Die Akku-Herstellung soll bereits im kommenden Jahr starten. Doch laut dem Fabriksleiter André Thierig stehe all das auf der Kippe. 

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Die Zukunft des Standorts

Er hat nämlich eine rote Linie für künftige Investitionen in den Standort gezogen. Diese hänge aber nicht von der Auslastung, dem finanziellen Druck oder dem wirtschaftlichen Erfolg ab. Vielmehr knüpft Thierig die künftigen Investitionen an den Ausgang der Betriebsratswahlen

Sollte die deutsche Gewerkschaft IG Metall ihren Einfluss bei den Betriebsratswahlen ausbauen, würden die Investitionen in den Standort bei Berlin gestoppt werden, erklärt der Tesla-Werksleiter gegenüber dem Handelsblatt. In einem solchen Fall wäre Tesla laut Thierig nicht mehr konkurrenzfähig.

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Betriebsratswahl als Feigenblatt

Es scheint so, als hätte Tesla ein Feigenblatt gefunden. Das Unternehmen versucht also, die Schuld an der Misere der Gewerkschaft in die Schuhe zu schieben. Ein Blick auf die Konkurrenz zeigt nämlich, dass Tesla auch ohne IG Metall massiv unter Druck geraten ist. 

Während der US-Autohersteller in Europa einen extremen Rückgang bei den Verkäufen hinnehmen muss, steigen die E-Auto-Verkäufe stark an. Im vergangenen Jahr haben in der EU, Island, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien die Neuzulassungen von Elektroautos um rund 35 Prozent zugenommen.

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