Apple retail employee Minh Phan marches in the San Francisco Gay Pride Festival in California

Apple Mitarbeiter bei der Pride Parade in San Francisco

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Digital Life
10/17/2019

"Apple hat mich schwul gemacht": Russe lässt Klage fallen

Ein Mann wollte von Apple eine Million Rubel als Entschädigung, weil ihn das iPhone zur Homosexualität verführt habe.

Ein Russe hat den US-Technikkonzern Apple wegen angeblicher Verführung zur Homosexualität auf Schadenersatz geklagt. Der Grund: Beim Runterlade-Versuch der digitalen Währung Bitcoin via iPhone-App aus dem Apple Store habe er stattdessen "GayCoin" (schwule Münze) erhalten. Und dazu kam die Aufforderung "Urteile nicht, bevor Du es nicht versucht hast!".

Der Mann gab laut Anklageschrift an, er habe sich daraufhin tatsächlich entschieden, es mit homosexuellen Beziehungen zu versuchen. "Zwei Monate später bin ich in eine intime Beziehung zu einer Person meines Geschlechts geraten und kann nun nicht mehr zurück." Seine Anwältin sagte am Donnerstag, er habe mit seiner Freundin Schluss gemacht und schäme sich nun wegen der Beziehung zu einem Mann.

Klage fallengelassen

Allerdings wurde die Klage mittlerweile fallengelassen. "Heute haben wir unsere Forderungen aufgegeben", sagte seine Anwältin Sapischat Gusniewa am Donnerstag nach einer ersten Verhandlung hinter verschlossenen Türen. Ihr Mandant scheue das große Medieninteresse, gab sie als Grund an. Die nächste Verhandlung wäre nach ihren Angaben öffentlich gewesen.

Der Risse hatte auf Entschädigung in Höhe von einer Million Rubel (14.000 Euro) geklagt. Homophobie ist in Russland weit verbreitet. Seit 2013 gibt es ein Gesetz, wonach die "an Minderjährige gerichtete Werbung für nicht-traditionelle Lebensweisen" verboten ist.