Tesla Model X all-electric crossover SUV interior

Nicht sicher? Die Pistole lag im Handschuhfach des Tesla.  

© Getty Images/Sjo/iStockphoto
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Digital Life

Chinesische Tesla-Fahrer tricksen Autopilot mit Mini-Puppenköpfen aus

Es ist immer wieder überraschend, mit welcher Kreativität Menschen versuchen, Computersysteme zu überlisten. Besonders vehement wird versucht, das Kontrollsystem von Teslas Autopilot auszutricksen. Das ist eigentlich eine Sicherheitsvorkehrung, die beim Fahren kontrolliert, ob die Person hinter dem Steuer aufmerksam die Straße beobachtet, um im Notfall eingreifen zu können. Dafür wird das Gesicht des Fahrers oder der Fahrerin erfasst. 

Ein virales Video aus China zeigt jetzt eine Methode, mit der dieses System ausgehebelt werden kann. Dafür wird ein Mini-Puppenkopf geschickt vor der Kamera im Innenraum positioniert. Durch den Winkel sieht es so aus, als würde es sich bei der Miniatur um den Kopf des Lenkers oder der Lenkerin handeln. Dem Anschein nach denkt das System, die Person sei aufmerksam hinter dem Steuer, auch wenn sie nicht auf die Straße sieht oder ein Nickerchen macht. 

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Wie Wired berichtet, gibt es solche Miniatur-Köpfe für 8 bis 35 Euro auf chinesischen Online-Marktplätzen wie Taobao, Xianyu und Douyin. Meist handelt es sich um die Köpfe von internationalen oder chinesischen Berühmtheiten, verkauft werden sie noch von Privatpersonen, die sie mit einem 3D-Drucker herstellen. Angebracht werden sie an der Decke des Fahrzeugs, der Windschutzscheibe oder dem Rückspiegel, damit sie ausschließlich den Kopf der Fahrer verdecken. 

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Aufmerksamkeit des Fahrers erforderlich

Ähnlich wie in den meisten europäischen Staaten ist auch in China der Full-Self-Driving-Modus von Tesla nicht zugelassen. Allerdings sind Basisfunktionen wie der Tempomat, Lenkautomatik und auf einigen Straßen auch der Autopilot verfügbar. Dafür ist die Aufmerksamkeit des Fahrers oder der Fahrerin zwingend erforderlich und das System erkennt automatisch, wenn sie nicht auf die Straße sehen. Werden Warnungen ignoriert, kann Tesla den Autopilot ausschalten und die Person für eine Woche für die Nutzung sperren.

Die 3D-Köpfe sind aber nicht das einzige Gadget, mit dem Tesla ausgetrickst wird. Auch Wackel-Karten, die je nach Blickwinkel ein leicht anderes Bild zeigen, sind beliebt. Sie sollen simulieren, dass jemand blinzelt, indem die Person in einem Bild die Augen geöffnet und im anderen Bild geschlossen hat. Es gibt sogar geloopte Videoinstallationen, die man vor der Kameralinse befestigen kann.

Sicherheitsrisiko

Das Video zu den 3D-Köpfen erhielt viel Kritik in den sozialen Medien. Einerseits bezweifeln Nutzer, dass der starre Kopf das System wirklich effektiv täuschen kann, da er eben nicht blinzelt, was die Tesla-Software eigentlich erkennen sollte. 

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Grundsätzlich wird aber kritisiert, dass das System überhaupt überlistet wird. In der Vergangenheit zeigte sich bereits, wie gefährlich es ist, sich auf den fehleranfälligen Autopiloten zu verlassen. Damit riskiere man nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die der anderen Teilnehmer am Straßenverkehr. 

Ernüchternd ist dabei aber auch, wie vergleichsweise einfach sich das Tesla-System aushebeln lässt. Es ist aber davon auszugehen, dass Tesla die Software verbessern wird, wenn solche Tricks überhand nehmen. Das könnte auch durch staatliche Anordnungen erforderlich werden, wenn diese die Kontroll-Standards verstärken, um Unfälle zu vermeiden.

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