Brennender Pappelflaum zerstört 20 Elektroautos
In der chinesischen Stadt Dalian hat ein Großbrand auf einem Parkplatz 20 fabriksneue Elektrofahrzeuge vollständig zerstört. Verletzt wurde niemand. Der Auslöser des Feuers ist durchaus als kurios zu bezeichnen.
So soll ein 74-jähriger Mann eine Ansammlung von Pappelflaum angezündet haben, um den Bereich zu säubern. Aufkommender starker Wind sorgte jedoch dafür, dass sich das Feuer rasend schnell ausbreitete und auf die dicht an dicht geparkten Neufahrzeuge übergriff, die teils bis auf die Metallgerüste niederbrannten. Davon berichtet Carnewschina.
Offiziell machten die Behörden keine Angaben zu den betroffenen Automarken und sprachen lediglich von 20 noch nicht ausgelieferten Fahrzeugen mit alternativem Antrieb („New Energy Vehicles“). Im Internet kursierende Bilder der Wracks legen jedoch nahe, dass es sich um Exemplare der kürzlich eingeführten rein-elektrischen Limousine Geely Galaxy A7 handelt.
Leicht entzündlich
Als Pappelflaum bezeichnet man die extrem leichten, baumwollartigen Pflanzenfasern, die im späten Frühjahr und frühen Sommer von Pappel- und Weidenbäumen freigesetzt werden, um deren Samen großflächig über den Wind zu verbreiten. Weil die Fasern natürliche Pflanzenöle enthalten, besitzen sie eine sehr niedrige Entzündungsschwelle. Schon ein winziger Funke reicht aus, um das Material zu entzünden. In Deutschland und Österreich wird immer wieder vor der Gefahr gewarnt.
Die chinesischen Brandschutzbehörden warnen ebenfalls regelmäßig vor dem Einsatz von offenem Feuer zur Beseitigung. Für den Verursacher hat der Vorfall jedenfalls strafrechtliche Konsequenzen. Laut chinesischen Medien steht sogar eine Gefängnisstrafe im Raum.
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