KI

KI im Klassenzimmer

© APA/dpa/Frank Rumpenhorst / Frank Rumpenhorst
Wählen Sie FUTUREZONE als bevorzugte Google-Quelle

Produkte

Große Änderung bei kostenlosem ChatGPT kommt

OpenAI wird sein Flaggschiff Produkt ChatGPT künftig auch mit Werbung finanzieren. In den USA werde man bald Tests mit Anzeigen starten, kündigte das KI-Start-up in San Francisco an. Die Reklame in ChatGPT werde in der kostenlosen ChatGPT-Variante sowie in dem neuen Einsteigertarif ChatGPT Go getestet. Teurere Bezahl-Abos wie Plus, Pro, Business und Enterprise sollen auch in Zukunft werbefrei bleiben. 

Der weltweit führende Anbieter von KI-Chatbots veröffentlichte gleichzeitig seine Prinzipien, nach denen die Anzeigen geschaltet werden sollen. "Werbung beeinflusst niemals die Antworten von ChatGPT", heißt es in einem Blogeintrag. Die Antworten würden rein danach optimiert, was am meisten helfe. "Anzeigen sind immer getrennt und klar gekennzeichnet."

➤ Mehr lesen: 5 unerwartete Dinge, die man mit ChatGPT, Gemini und Co machen kann

"Wir verkaufen keine Daten" 

Das Unternehmen versprach auch, die Privatsphäre der Nutzer zu achten: "Wir halten Unterhaltungen mit ChatGPT strikt vor Werbetreibenden geschützt und verkaufen keine Daten." Jeder Nutzer entscheide selbst, wie Daten genutzt würden. "Personalisierung kann abgeschaltet und die für Anzeigen verwendeten Daten können jederzeit gelöscht werden." Außerdem gebe es immer einen Weg, ChatGPT ohne Werbung zu nutzen – etwa über einen kostenpflichtigen, werbefreien Tarif. 

Wer künftig bei ChatGPT keine Werbung zu Gesicht bekommen möchte, muss allerdings mindestens 20 US-Dollar im Monat für ein Abo von ChatGPT Plus in die Hand nehmen. Hierzulande kostet es 23 Euro. Der neue Einsteigertarif ChatGPT Go, der monatlich acht Dollar kostet, ist nicht werbefrei. Die Tests mit den Werbeeinblendungen werden zunächst in den USA laufen. Wann ChatGPT auch in Deutschland und Europa mit Reklame zu sehen ist, steht bis jetzt nicht fest.

➤ Mehr lesen: ChatGPT hat jetzt einen eigenen App-Store

Strategiewechsel bei OpenAI 

Mit der Entscheidung für eine Werbefinanzierung vollzieht OpenAI einen Strategiewechsel. Firmenmitbegründer und CEO Sam Altman war früher strikt dagegen. Zuletzt äußerte er sich in Interviews jedoch offener. Dabei nannte er Instagram als Beispiel für Werbung, die nützlich sein könne, wenn sie gut gemacht sei. 

OpenAI versucht angesichts von hohen Betriebskosten für den Betrieb der riesigen KI-Modelle, neue Umsatzquellen zu erschließen. Dabei geht es vor allem darum, mit den Gratis-Nutzern Umsätze zu machen. Schätzungen zufolge nutzen über 90 Prozent der ChatGPT-Anwender die kostenlose Version. Diese Nutzer verursachen für OpenAI nur Kosten und bringen bisher keinen Umsatz.

Schwierige Phase

Generell ist OpenAI derzeit in einer schwierigen Phase. Das Apple bei der neuen Variante von Siri stattdessen auf den Hauptkonkurrenten Google mit Gemini setzt, ist ein herber Rückschlag für Altmans Unternehmen. 

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare