5 unerwartete Dinge, die man mit ChatGPT, Gemini und Co machen kann
Seit OpenAI mit ChatGPT KI-Chatbots zum Massenphänomen gemacht hat, sind diese allgegenwärtig. Man kann an ihnen viel kritisieren. Etwa, dass die Modelle dahinter mit urheberrechtlich geschütztem Material trainiert werden. Oder dass es die Chatbots mit Fakten oft nicht so genau nehmen.
Doch trotz dieser Mängel sind sie als Alltagshelfer nicht völlig unbrauchbar. In manchen Angelegenheiten können sie hilfreich sein, auch wenn man sich nie zu 100 Prozent auf sie verlassen sollte.
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1) Training für schwierige Gespräche
Hinter den Chatbots arbeiten Modelle, die durch menschliche Sprache trainiert sind. Das kann man dafür nutzen, sich selbst auf schwierige Gespräche bzw. potenzielle Streitigkeiten gut vorzubereiten. So kann man den Chatbot etwa bitten: „Nimm die Rolle meines Nachbarn ein, der gerne bis 23 Uhr laute Musik spielt. Reagiere auf meine Bitte, das zu unterlassen, kritisch und gib mir Feedback zu meinen Antworten.“ Anschließend entwirft der Chatbot eine fiktive Situation, in der man das Gespräch vorab durchspielen kann. Gleichzeitig bewertet die KI, was man sagt und liefert Ratschläge, wie man die unangenehme Situation am besten meistert.
Diese Gesprächsvorbereitung kann man auch für völlig andere Szenarien nutzen. Etwa, wenn man beim Chef nach einer Gehaltserhöhung fragt. Da das eine deutlich komplexere Situation ist, müsste man den Chatbot hier zu Beginn wohl mit mehr Kontextinformationen füttern, damit ein sinnvolles Gespräch herauskommt. Gerade bei solchen Themen muss man sich aber gut überlegen, mit welchen persönlichen Informationen man den jeweiligen Chatbot „füttern“ möchte. Denn in der Regel werden die Unterhaltungen, auch für das Training der jeweiligen Modelle verwendet.
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2) Betrugsdetektor
Die KI kann auch ein hilfreicher Partner dabei sein, wenn es darum geht, Betrugsversuche zu erkennen. Das Szenario ist, dass man eine SMS, WhatsApp oder eine E-Mail bekommt, bei der man sich nicht sicher ist, ob sie seriös ist. Etwa dann, wenn es um Geldforderungen oder Ähnliches geht.
Man kann dabei den Text in den KI-Chatbot kopieren (persönliche Daten wie Telefonnummer oder Kontodaten vorher löschen) und fragen: „Ist diese Nachricht seriös oder gibt es Hinweise darauf, dass es ein Betrugsversuch ist. Wenn ja, welche Hinweise und wie sicher bist du dir, dass sie echt oder Betrug ist?“
3) Haltungskorrekturen
Die meisten KI-Chatbots können nicht nur mit Text umgehen, sie können auch Fotos und Videos verarbeiten. Das eröffnet eine Vielzahl an Anwendungen, die vielleicht nicht auf der Hand liegen. So kann man sich von ChatGPT und Co. etwa Tipps holen, ob der eigene Bürosessel richtig eingestellt ist oder der Tisch die richtige Höhe hat.
Notwendig ist nur, dass jemand ein Foto von einem macht, wie man am Tisch sitzt. Dieses kann man direkt in den Chat hochladen und fragen: „Wie ist meine Haltung auf diesem Foto? Sollte ich Tisch oder Sessel anpassen? Wenn ja, wie?“ Aber Vorsicht: Die KI sieht nur ein zweidimensionales Foto. Sie kann professionelle Ergonomie-Beratung nicht ersetzen, sondern nur grobe Fehler aufzeigen.
4) Ersatzteil-Finder
Genau diese Möglichkeit des Verarbeitens von Bildern kann man sich auch an anderer Stelle zunutze machen. Etwa, wenn man beim Heimwerken ein Teil beschädigt hat und nun Ersatz braucht, aber nicht weiß, wie das Teil heißt.
Am besten ist es, dieses Teil vor weißem Hintergrund zu fotografieren und der KI noch Zusatzinfos zu geben. Etwa, „dieses Teil ist im Spülkasten meiner Toilette herumgeschwommen und jetzt läuft sie permanent. Wie heißt es und wo kann ich es kaufen?“ Die Chance ist groß, dass man dann zumindest auf die richtige Fährte gelockt wird, was man denn nun nachkaufen muss, um das leidige Problem zu beheben.
Der Tipp lässt sich nicht nur auf das Heimwerken anwenden. Man kann auch die kaputte Fahrradschaltung fotografieren und sich Tipps holen, wie man sie denn richtig einstellen kann.
Die KI ist gleichzeitig aber kein Sachverständiger für diese Belange. Das heißt, sie kann einen zwar auf die richtige Fährte locken, im Zweifel sollte man sich aber an menschliche Experten wenden. Vor allem, wenn es um heikle Dinge wie den Wasserkreislauf in der Wohnung oder die Sicherheit am Fahrrad geht.
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5) Koch-Inspiration
Wenn man vor dem Kühlschrank steht, dort einen Haufen Lebensmittel sieht, aber keine Idee hat, wie man diese irgendwie in einem Gericht vereinen kann, kann die KI ebenfalls behilflich sein.
Ein Foto des offenen Kühlschrankes und die Frage, “was kann ich damit kochen”, liefert die ein oder andere Inspiration, an die man selbst nicht gedacht hätte. Freilich kann man auch nach spezifischen Küchen oder Ernährungsformen fragen, etwa “Was kann ich damit italienisches und vegetarisches kochen?”.
Grundsätzlich eignet sich die KI auch, nach Rezepten oder Tipps zu fragen. Hier sollte man selbst aber zumindest grob etwas vom Kochen verstehen, um sich von ChatGPT das Abendessen nicht verderben zu lassen.
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