Eine Frau telefoniert mit einem blauen OnePlus-Smartphone.
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OnePlus zieht sich aus Europa zurück: Was das für Kunden bedeutet

Der chinesische Smartphone-Hersteller OnePlus zieht sich aus Europa und Nordamerika komplett zurück. Das bestätigte das Mutterunternehmen Oppo gegenüber Android Authority. Zuvor gab es bereits länger entsprechende Gerüchte, von denen Bloomberg zuerst berichtet hatte.

Laut OnePlus handelt es sich dabei um eine langfristige strategische Entscheidung, die in gegenseitiger Abstimmung mit Oppo getroffen wurde, und nicht um einen erzwungenen oder plötzlichen Rückzug.

Ein vollständiges globales Ende von OnePlus bedeutet der Rückzug jedoch nicht. Gerüchte über ein bevorstehendes Aus im wichtigen indischen Markt wies das Unternehmen als unbestätigte Spekulationen zurück.

Was bedeutet das für Kunden?

Für bestehende Kunden soll sich vorerst wenig ändern: Garantieansprüche, Kundendienst und Software-Updates bleiben garantiert, und der Abverkauf verbleibender Lagerbestände läuft weiter.

Allerdings steht ein tiefgreifender Software-Wechsel an: OnePlus-Geräte in Europa, Nordamerika und Indien erhalten künftig Updates auf Oppos Betriebssystem ColorOS, wobei Nutzer in Europa und Nordamerika selbst entscheiden können, ob sie dieses installieren möchten. Schon zuvor teilten sich ColorOS und OxygenOS von OnePlus die darunterliegende Plattform.

Gerüchte um Realme-Aus

Die im Raum stehende These, dass auch die Schwestermarke Realme vor dem Aus in Europa steht, wurde dementiert. Oppo stellte klar, dass Realme stattdessen seine Aktivitäten auf dem chinesischen Heimatmarkt zurückfährt und dort keine neuen Produkte mehr einführen wird.

Die Marke soll ihre Ressourcen bündeln und den Fokus stattdessen voll auf die internationalen Märkte außerhalb Chinas verlagern. Auch Oppo selbst sieht Europa weiterhin als strategischen Schwerpunkt. Das Unternehmen kündigte an, die Investitionen in Europa zu erhöhen, Partnerschaften mit Händlern auszubauen und die Produktverfügbarkeit zu verbessern.

„Flaggschiff-Killer“

OnePlus galt lange als gute Anlaufstelle für Android-Handys mit gutem Preis-Leistungsverhältnis. Aus diesem Grund bezeichnete man sich auch gerne als „Flaggschiff-Killer“. Gegründet wurde es von den früheren Oppo-Managern Pete Lau und Carl Pei. Pei hat nach seinem Ausstieg bei OnePlus mit den Nothing-Smartphones den nächsten Hype kreiert.

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