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Lernen statt Schummeln: 5 KI-Tools die mir wirklich helfen

KI-Tools wie ChatGPT haben im Schul-Umfeld oft einen schlechten Ruf. So gibt es immer wieder den Vorwurf, Schülerinnen und Schüler würden sich davon etwa Hausaufgaben schreiben lassen und so gute Noten erschummeln.

Künstliche Intelligenz kann aber auch positiv genutzt werden. KI-Lerntools können beim Lernen eine große Hilfe sein. Mit individualisierten Quizzes, KI-Karteikarten und sogar Podcasts kann man sehr viel effizienter lernen.

Ich habe diese Lerntools getestet und stelle sie euch vor:

  • NotebookLM: Im Web und als App für iOS und Android
  • Studley AI: Im Web und als App für iOS und Android
  • Studysmarter: Im Web und als App für iOS und Android
  • ScienceOS: Im Web
  • Goodnotes: Im Web und als App für iOS und Android

NotebookLM

Das von Google entwickelte KI-gestützte Notizen-Tool hilft intelligent beim Lernen. Durch einfaches Hochladen von Lernmaterialien, beispielsweise über Google Drive. Man kann aber auch Webseiten oder YouTube-Videos als Quelle angeben. Die KI analysiert die Inhalte und generiert in wenigen Minuten Quizzes, Karteikarten und sogar Podcasts. Im Chat mit der KI kann man dann Fragen stellen und sich die Themen im Detail noch einmal erklären lassen.

NotebookLLM Screenshot

Besonders gut finde ich die hervorragende Integration in das Google Ökosystem. Man kann leicht Inhalte von Google Classroom in NotebookLM übertragen. 

In NotebookLM kann man außerdem die KI im Web nach neuen Quellen suchen lassen. So kann man mühelos die Lerninhalte erweitern.

➤ Mehr lesen: Wenn die Notizen zum Podcast werden: NotebookLM-App im Test

NotebookLM gibt es kostenlos im Web und als App für iOS und Android 

Studley AI

Studley AI beinhaltet, ähnlich wie NotebookLM, alle wichtigen Funktionen zum effizienten Lernen. Man kann Karteikarten, Podcasts und sogar schriftliche Prüfungen erstellen lassen. Meiner Meinung nach funktionieren die schriftlichen Prüfungen sehr gut. Die KI zeigt nach dem Beantworten eine Musterantwort an. Wenn die Antwort falsch ist, kann man sich von der KI die richtige Lösung erklären lassen.

Studly Screenshot

Zusätzlich kann man Aufsätze überprüfen und bewerten lassen. Dazu muss man einfach ein Bewertungsraster sowie den fertigen Aufsatz hochladen und die KI erledigt den Rest. Man erhält dabei eine Gesamtnote sowie ausführliches Feedback und eine detaillierte Analyse. Studley AI erklärt dabei, wo man noch etwas verbessern könnte und was bereits gut gelungen ist. 

Besonders gut finde ich bei Studley die vielen verschiedenen Features und die Möglichkeit, konstruktives und neutrales Feedback zu erhalten. 

Studley AI ist kostenlos, wobei man für 14,99 Euro monatlich oder 99,99 Euro jährlich auf unlimitierten Zugriff upgraden kann.

Studley AI gibt es im Web und als App für iOS und Android

Studysmarter

Studysmarter funktioniert ähnlich wie andere Lerntools, wobei man hier den Lernplan sehr viel genauer personalisieren kann. Die App fragt den User detailliert nach Fächern, Lernzielen und Unterrichtsmaterialien. Gefragt wird außerdem nach dem Datum der Prüfung, um den User bestmöglich darauf vorzubereiten.

Screenshot Studysmarter

Studysmarter erinnert mit dem Lernplan etwas an Duolingo. Die App beinhaltet eine Streak Funktion sowie ein kleines Maskottchen, welches einen motiviert weiterzulernen.

Spannend ist auch der Jobs-Tab innerhalb der App. Hier empfiehlt einem die App, basierend auf dem Profil, verschiedene Jobangebote. Bei Interesse kann man sogar über die App seine Bewerbung abschicken. Studysmarter übermittelt dabei automatisch die persönlichen Daten des Users.

Innerhalb der App gibt es außerdem einen Bereich mit Lerninhalten der Community. Hier kann man zwischen vielen verschiedenen Bildungseinrichtungen und Fächern wählen. Entscheidend ist dabei, dass diese Inhalte nicht KI-generiert sind, sie wurden von Usern erstellt und von Admins überprüft.

Die Basisversion von Studysmarter ist kostenlos. Für 89,99 Euro im Jahr kann man auf Premium upgraden

Studysmarter gibt es im Web und als App für iOS und Android

ScienceOS

Wer bei Fragen gerne ChatGPT nutzt, aber an der Seriosität der Quellen zweifelt, für den ist ScienceOS genau das Richtige. Der intelligente Chatbot verwendet nämlich ausschließlich wissenschaftliche Arbeiten als Quellen. Laut ihrer Website zieht er diese von Semantic Scholar

Screenshot ScienceOS

Beachten muss man dabei jedoch, dass auch die KI von ScienceOS Fehler machen kann. Daher sollte man immer die Quellen überprüfen und sich versichern, dass die Antwort auch stimmt. 

➤ Mehr lesen: Warum KI-Chatbots nicht immer die Wahrheit sagen

Außerdem kann man bei ScienceOS Dokumente hochladen und dann die KI ihre Antworten anhand dieser erstellen lassen. So kann man gewährleisten, dass die KI sicher nur zuverlässige Quellen verwendet.

Besonders gut gefällt mir der interaktive Assistent. Dabei wird ein bereits vorgefertigter Prompt verwendet. Die KI fragt den User nach einem Thema und beginnt dann, aus wissenschaftlichen Arbeiten Informationen zu sammeln. Praktisch ist dabei: Man selbst muss keinen Prompt schreiben.

Sobald man von ScienceOS eine Antwort erhalten hat, kann man diese noch weiter bearbeiten lassen. Toll finde ich zum Beispiel die Funktion, Antworten in eine andere Sprache übersetzen zu lassen. Es ist außerdem möglich, Diagramme und Tabellen erstellen zu lassen.

Man kann sich bei ScienceOS sogar das Zitationsnetzwerk grafisch darstellen lassen. Dabei zeigt die KI, welche Primärquellen die einzelnen Quellen zitieren. Ich finde dieses Feature gut, da man klar erkennen kann, woher die Infos kommen.

Die Basisversion ist kostenlos erhältlich. Für 8,70 Euro im Monat kann man auf die Pro-Version upgraden. ScienceOS gibt es derzeit nur im Web.

Goodnotes

Die weitverbreitete Notizen-App hat mittlerweile auch KI-Funktionen mit eingebaut. In den Notizen kann die KI Texte generieren, aber auch die eigenen Notizen kürzen und überarbeiten. Ähnlich wie bei Studley kann Goodnotes bei Meetings oder Vorlesungen zuhören und diese dann zusammenfassen. Außerdem kann man mit Goodnotes Vorlagen generieren und unordentliche Notizen sortieren lassen.

Screenshot Goodnotes

Bei Goodnotes gefallen mir besonders die verschiedenen Tools, um gute Notizen zu machen und Mitschriften zu führen. Man kann zwischen vielen verschiedenen Stiften und Einstellungen wählen. 

Wer nach guten Vorlagen für seine Notizen sucht, der wird sicher beim Goodnotes-Marktplatz fündig. Zwischen den zahlreichen bezahlten Vorlagen finden sich auch einige kostenfreie. Manche davon sind in einem der Goodnotes Abos inkludiert. Meiner Meinung nach sind diese Vorlagen ordentlich und übersichtlich. Perfekt zum Lernen.

Wer ein Goodnotes-Abo hat, erhält limitierten Zugriff auf die KI-Funktionen. Für 10,99 Euro im Monat erhält man den KI-Pass mit mehr Credits und mehr Features.

Goodnotes gibt es im Web, als Desktop App für Mac und Windows und als mobile App für iOS und Android.

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Moritz Prenner

Moritz Prenner (13 Jahre alt) absolvierte seine berufspraktischen Tage in der futurezone-Redaktion.

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