Austrian Institute of Technology legt positive Bilanz vor
Das Austrian Institute of Technology (AIT), Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung, hat am Mittwoch seine Bilanz vorgelegt. Trotz „schwieriger Zeiten“, wie der wirtschaftliche Geschäftsführer des AIT, Alexander Svejkovsky, sagt, bilanzierte man positiv.
So konnten die betrieblichen Erträge 2025 im Jahresvergleich um 5,6 Prozent auf rund 230,2 Mio. Euro gesteigert werden. Das Jahresergebnis war mit 3,4 Mio. Euro positiv, sank aber im Vergleich zum Vorjahr (5,4 Mio. Euro). Svejkovsky begründet das mit „planvollen“ Investitionen.
Besonders stark wuchsen die externen Erlöse aus Forschungsaufträgen auf 141,1 Mio. Euro (plus 8 Prozent), was sowohl auf Zuwächse in der Auftragsforschung als auch in der kofinanzierten Forschung zurückzuführen ist. Die Bundesmittel stiegen um 3,7 Prozent auf 60,9 Millionen Euro. Der Auftragseingang sprang um 18 Prozent auf 105,8 Mio. Euro und der Auftragsstand erhöhte sich auf 314,6 Mio. Euro (plus 14 Prozent).
v.l.n.r.: Peter Schwab, Vorsitzender des AIT-Aufsichtrats; Brigitte Bach, AIT Managing Director & Spokesperson of the AIT-Management; Alexander Svejkovsky, AIT Managing Director; Andreas Kugi, AIT Scientific Director
© AIT
Publikationen
Zufrieden zeigte man sich mit den Publikationen in Fachzeitschriften. Diese gelten in der wissenschaftlichen Welt als wichtiger Indikator für Erfolg. Insgesamt wurden 685 wissenschaftliche Publikationen mit Peer-Review veröffentlicht. Das Institut wuchs 2025 auf 1.678 Mitarbeitende aus 57 Nationen.
Strategisch richtet das AIT seine Arbeit auf die großen europäischen Zukunftsfragen aus: Daten und Künstliche Intelligenz, nachhaltige industrielle Transformation und resiliente Infrastrukturen. Aufsichtsratsvorsitzender Peter Schwab sieht die vom AIT bearbeiteten Themen als perfekt passend zur im Jänner vorgestellten Industriestrategie 2035 der Regierung.
„Europa wird den Wettbewerb um Schlüsseltechnologien nicht mit einzelnen Innovationen gewinnen, sondern mit der Fähigkeit, komplexe Systeme zu beherrschen“, sagt der wissenschaftliche Direktor Andreas Kugi. Genau darauf fokussiere man sich am AIT. “Wir entwickeln Technologien so, dass sie im industriellen Maßstab funktionieren”, so Kugi. Besonders disruptives Potenzial sieht er in KI. Diese werde “komplett verändern, wie wir arbeiten und forschen”.
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