Nahaufnahme der Mondoberfläche mit zahlreichen Kratern.

Symbolbild

© NASA
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Science

Neu entdecktes Mineral vom Mond könnte LEDs verbessern

Ab und zu landet Mondgestein auf der Erde, ohne, dass es Astronauten mitgebracht haben. Die sogenannten Mondmeteoriten werden durch Einschläge von Asteroiden- oder Meteoriden aus dem Erdtrabanten herausgesprengt und fliegen durchs All. Einige davon treffen die Erde.

Der erste Mondmeteorit, der in China gefunden wurde, sieht wie ein rundes Steinkügelchen aus und wiegt gerade mal 44 Gramm. Dennoch sollen Forscher darin das mittlerweile elfte, neue Mineral darin entdeckt haben, berichtet CGTN.

Das Mineral wurde Cerium-Magnesium Changesite genannt. Es ist farblos, transparent und spröde. Es hat einen gläsernen Glanz und einen fluoreszierenden Effekt. Die Körnung liegt zwischen 3 und 25 Mikrometer, typisch seien laut den Forschern weniger als 10 Mikrometer. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 50 bis 80 Mikrometer dünn.

Könnte für LED-Produktion nützlich sein

Anhand der Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen schlussfolgern die Forscher, dass das Mineral unter Bedingungen entstanden ist, die so nicht auf der Erde vorherrschen. Das ist eine Kombination aus physischen Bedingungen (Hitze, Druck) und chemischen (Elemente). Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass das Mineral zu einem späteren Zeitpunkt auf der Erde entdeckt wird. Falls das so ist, könnte man daraus Rückschlüsse gewinnen, unter welchen Bedingungen die Erde entstanden ist.

Abgesehen vom wissenschaftlichen Wert einer solchen Entdeckung, könnte Cerium-Magnesium Changesite noch einen anderen Nutzen haben: Weil es einen fluoreszierenden Effekt hat, sei es ein vielversprechendes Mineral für die LED-Produktion. Es könnte etwa die Eigenschaften von LEDs verbessern oder ihre Herstellung effizienter machen.

Das heißt jetzt nicht, dass wir Cerium-Magnesium Changesite vom Mond abbauen sollen: Der Anteil an Seltenen-Erde-Elementen, die Menge an Magnesium und Eisen, sowie die Kristallstruktur könnten laut den Forschern wichtige Hinweise liefern, um solche oder ähnlichen Mineralien künftig synthetisch auf der Erde herzustellen.

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