Der Forschungsreaktor ST40.

Der Forschungsreaktor ST40.

© Tokamak Energy
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Science

Fusionsreaktor ST40 stellt gleich 3 neue Rekorde auf

Das in Oxford ansässige Fusionsunternehmen Tokamak Energy hat Ende des Jahres gleich 3 Fusionsrekorde mit ihrem ST40 Tokamak aufgestellt. Dabei hat der Forschungsreaktor "über seine Gewichtsklasse hinaus agiert", wie das Unternehmen in einer Aussendung mitteilte.

ST40 erreichte persönliche Bestleistungen in Sachen Plasmastrom, eingeschlossener Energie und Fusions-Tripelprodukt. Letzteres setzt sich aus Teilchendichte, Plasmatemperatur und Energieeinschlusszeit zusammen und wird als Maß für das Erreichen erfolgreicher Zündbedingungen verwendet.

Über ein Megaampere

Der Forschungsreaktor erreichte dabei erstmals einen Plasmastrom von über einem Megaampere. Die eingeschlossene Energie konnte gegenüber früheren Versuchen fast verdoppelt werden. "Der Durchbruch in den Megaampere-Bereich mit unserem Plasmastrom ist ein wichtiger Meilenstein, während wir unser Wissen darüber weiter ausbauen, was erforderlich ist, um Fusionsenergie in zukünftige Stromnetze einzuspeisen", schreibt das Unternehmen.

Bei den jüngsten Versuchen mit dem Forschungsreaktor kam auch eine neue Software namens RT-GSFit zum Einsatz, mit der die Plasmaform in Echtzeit gesteuert werden kann. Dazu wird das Plasma tausendmal pro Sekunde neu berechnet. 

Lithium-Upgrade steht an

ST40 legt nun eine Pause für ein 52 Millionen Dollar (44 Millionen Euro) schweres Update-Programm ein. Komponenten, die dem Plasma zugewandt sind, werden dabei mit Lithium beschichtet, um die Plasmaleistung zu verbessern. Das Ziel ist, gute Fusionsbedingungen zu erreichen und gleichzeitig eine lange Lebensdauer der Anlage zu gewährleisten.

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