Der Rover mit den luftlosen Rädern, der durch Feuer fährt.
Luftlose Räder bestehen “Feuertest”
Der Mond könnte eines Tages als Basis für die Erkundung anderer Planeten genutzt werden. Davor ist allerdings die Erforschung des Mondes selbst notwendig, woran international großes Interesse besteht. Das ist eine schwierige Aufgabe, denn die dort vorherrschenden Bedingungen sind nicht nur eine Herausforderung für Menschen, sondern auch für Maschinen.
Zwischen Tag und Nacht kann es beispielsweise einen Temperaturunterschied von 300 Grad Celsius geben. Ein südkoreanisches Forschungsteam hat deshalb ein luftloses Rover-Rad entwickelt, das seine Größe verändern und mit extremen Temperaturen umgehen kann. Die Studienergebnisse wurden im Journal Science Robotics veröffentlicht.
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Flexible Rover-Reifen
„Mondgruben und Lavaröhren sind Gebiete von sehr hohem wissenschaftlichem und explorativem Wert“, sagt Shim Chae-kyung, einer der Forschenden, die an der Studie mitgearbeitet haben. Denn sie könnten Informationen über das frühe Sonnensystem enthalten.
Dort finden sich aber steile Hänge und Klippen, die es zu überwinden gilt. Möglich machen soll das ein Rover-Rad, das aufgrund von elastischem Stahl besonders flexibel ist. Damit könnte das Rad auch einen Sturz aus 100 Metern Höhe unter Mondgravitation überstehen. Auf der Erde entspricht das etwa einem Sturz aus 4 Metern.
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Auf Basis der “Da-Vinci-Brücke”
Um das Rad zu entwickeln, nutzten die Forschenden die von Leonardo da Vinci entworfene “Da-Vinci-Brücke”. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion, die keine Klebstoffe braucht, weil eine Bogenstruktur die Bauteile fixiert. Die elastischen Stahlstreifen müssen dafür in einem gewebten, spiralförmigen Muster angeordnet werden.
Dadurch kann das Rad auch seine Größe verändern. Im zusammengeklappten Zustand hat das Rad einen Durchmesser von 23 Zentimetern. Man kann es aber auch auf einen Durchmesser von 50 Zentimetern vergrößern, wodurch Rover größere Hindernisse überwinden können.
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Die Räder aus elastischem Stahl
© KAIST
Rover besteht Feuerprobe
Die südkoreanischen Forschenden haben die Räder auch in einen Rover integriert und ihn verschiedene Tests absolvieren lassen. Beispielsweise fuhr er durch Flammen, Schlamm und auf felsigem Terrain. „Dieses einsetzbare Rad ist die erste Technologie, die eine Lösung für das Problem des Befahrens von Mondgruben und Lavaröhren bietet“, sagt Lee Dae Young, der ebenfalls an der Studie beteiligt war.
Damit die Rover eines Tages auf dem Mond fahren können, müssen jedoch noch einige Herausforderungen bewältigt werden. So müssen beispielsweise noch Probleme in Bezug auf die Kommunikation, Navigation und Energieversorgung gelöst werden.
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