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Facebook Baumgartner rechtfertigt "Idioten"-Posting zu Flüchtlingen.

Felix Baumgartner wehrt sich gegen Kritik auf Facebook
Felix Baumgartner wehrt sich gegen Kritik auf Facebook - Foto: RedBull
Einen Tag nach der Facebook-Kontroverse legt Felix Baumgartner nach. Er fürchte sich "vor keinem Shit-Storm dieser Welt", die Kritik an ihm sei die "Rache der Schwachen".

Nach heftigen Reaktionen auf ein Facebook-Posting zur Flüchtlingskrise, in welchem Felix Baumgartner die Regierenden sinngemäß als Idioten bezeichnete, antwortete der Stratosphärenspringer am Dienstag mit einer langen Erklärung und neuen markigen Sprüchen. Die Kritik an ihm sei untergriffig, respektlos, kurzsichtig und dumm sowie nur als "Rache der Schwachen" zu interpretieren. Sein Umzug in die Schweiz sei keine Steuerflucht, sondern Steueroptimierung, so Baumgartner.

Was dann folgt, ist eine Abhandlung auf die derzeitige politische Lage. Es sei die moralische Pflicht wirklich Schutzbedürftigen zu helfen, der Staat dürfe jedoch das Souverän nicht verlieren. Baumgartner kritisiert, dass Polizei und Militär Sprechverbot hätten und spricht sich einmal mehr für eine Vermischung von unterschiedlichen Kulturen und Religionen aus. Amerika habe Europa destabilisiert, so Baumgartner, der indirekt schließlich den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán für den Friedensnobelpreis vorschlägt.

Rechtslastiges Sprücheportal

Mit einem in schlechtem Deutsch und mit falscher Zeichensetzung verfassten Spruch, der die aktuelle Flüchtlingsdebatte aufgreift, hatte Stratosphärenspringer Felix Baumgartner am Montag die Netz-Community entzweit. Die als Textsujet verpackte Ansage "Ein Land, in dem Angeln ohne Angelschein rechtlich bestraft wird und Menschen ohne Pass, die Grenze überqueren, können nur Idioten regieren!" postete Baumgartner mit der zustimmenden Bemerkung "Das ist doch mal eine Ansage!!!".

Das ist doch mal eine Ansage!!!

Posted by Felix Baumgartner on Monday, January 25, 2016


Abgesehen vom Spruch wurde auch kritisch angemerkt, dass das Bild von einem rechtslastigen Sprücheportal "Was nicht passt wird passend geklatscht" stammt. Zu diesem Vorwurf nahm Baumgartner bisher nicht Stellung. Mit mittlerweile über 27.000 Likes und über 8500 Shares findet das Bild unter seinen knapp 1,5 Millionen Facebook-Followern viel Anklang.

Aber auch die kritischen Stimmen sind prominent vertreten. So weist User Mats Leven den Möchtegern-Schweizer darauf hin, dass gerade Baumgartner besser als alle anderen wissen sollte, "dass die Welt aus dem All keine Grenzen kennt und Menschen auch ohne Pass noch Menschenrechte und Schutzwürdigkeit haben." Mit 2450 Likes prangt das Posting direkt unter dem geposteten "Idioten"-Sager.

Umstrittene Aussagen

Abgesehen von seinem Sprung, der weltweite Beachtung fand, ist der Sportler in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von umstrittenen Aussagen aufgefallen. So gab er etwa zum Besten, dass man eine gemäßigte Diktatur brauchen würde, um etwas im Land zu bewegen. Die bisher größte Peinlichkeit auf Facebook leistete sich Baumgartner bislang, als er bei einem Treffen Kiss-Star Gene Simmons mit Ozzy Osbourne verwechselte und darüber postete.

(futurezone) Erstellt am 25.01.2016, 18:52

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