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Nutzer flüchten von Tiktok und installieren stattdessen diese App

Vorige Woche gab TikTok bekannt, dass es ein neues US-Spinoff namens TikTok USDS Joint Venture LLC gibt, das von einer amerikanischen Mehrheitsbeteiligung kontrolliert wird. Die Folge: Viele Amerikaner löschen die App jetzt von ihren Smartphones. In den vergangenen 5 Tagen steigerte sich die Löschrate auf 150 Prozent im Vergleich zu den vorherigen 3 Monaten, erklärten Analysten gegenüber CNBC

Warum genau sich derzeit so viele Nutzer von der App abwenden, ist nicht endgültig geklärt. Es liegt aber nahe, dass die Flucht mit den neuen Betreibern zusammenhängt. Denn vor einiger Zeit wurde ByteDance, dem ursprünglichen TikTok-Betreiber, von der US-Regierung ein Ultimatum gestellt: Das chinesische Unternehmen muss TikTok an einen US-Betreiber verkaufen, ansonsten wird die App in den USA verboten.

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User irritiert über neue Nutzungsbedigungen

Im neuen Firmenkonstrukt hat der Trump-Verbündete und Oracle-Gründer Larry Ellison viel zu sagen. Das Unternehmen besitzt neben anderen US-Firmen die meisten Anteile am neuen US-TikTok. Außerdem gibt es ein neues Management.

Auf TikTok und anderen Plattformen gibt es zahlreiche Statements von Usern, die sich über Änderungen beschweren. Etwa musste man neuen Nutzungsbedingungen zustimmen, in denen User besorgniserregende Details entdeckten.

Das neue US-TikTok sammelt ab sofort auch sensible Userdaten zur sexuellen Orientierung, ethnischen Zugehörigkeit sowie zu „Sexualleben und sexueller Orientierung, ihrem Status als Transgender- oder Nonbinary-Person“ sowie zur Staatsbürgerschaft und zum Immigrationsstatus sowie zur finanziellen Situation der User. 

Zwar hat TikTok in den USA auch schon bisher solche Daten über Nutzer gesammelt, wie archivierte Datenschutzerklärungen zeigen. Trotzdem fürchten viele jetzt, dass die App zu einem verlängerten Arm der Trump-Regierung werden könnte. Mysteriöse Server-Ausfälle verstärkten bei manchen Usern zusätzlich den Verdacht, dass hier die Trump-Regierung im Geheimen Änderungen bei der Plattform vornehmen könnte. 

Gouverneur befürchtet Zensur auf TikTok

Misstrauisch sind nicht nur TikTok-User, sondern auch Trumps politische Gegner. Gavin Newsom, demokratischer Regierungschef des Bundesstaats Kalifornien, hat deswegen sogar eine Untersuchung eingeleitet, berichtet Politico. Er glaubt, dass auf TikTok nun Kritik an der US-Regierung zensiert werde, etwa zum Vorgehen der Behörde ICE oder Beiträge, die den Präsidenten persönlich kritisieren. Newsom habe bereits mehrere entsprechende Beschwerden erhalten.

Ansturm auf UpScrolled

Auch Videos über Vorfälle bei Protesten, wie die Erschießung des 37-jährigen Krankenpflegers Alex Pretti, seien laut Politico auffällig oft entfernt worden. Aufgrund solcher Sachverhalte rufen nun auch viele bekannte TikToker zur Abkehr von der beliebten App auf. Stattdessen gibt es jetzt einen regelrechten Ansturm auf eine neue Social-Media-Alternative namens UpScrolled (Android und iOS).

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Das Interesse an der neuen App ist so groß, dass die Server der Betreiber abgestürzt sein sollen. „Ihr seid so schnell aufgetaucht, dass unsere Server aufgegeben haben“, sagendie UpScrolled-Betreiber auf X.

Die App wurde 2025 vom Journalisten Issam Hijazi gegründet und soll sich besonders der Meinungsfreiheit verschrieben haben, berichtet The Verge. Gleichzeitig sollen die Algorithmen so gestaltet sein, dass alle Postings eine faire Chance haben, tatsächlich von anderen Usern gesehen zu werden.

Die Nutzeroberfläche soll wie eine Mischung aus X und Instagram aussehen: Videos, Fotos und Text-Beiträge sind hier bunt gemischt. Man kann anderen Usern, wie bei TikTok, auch private Nachrichten schicken. 

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