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Chinas Ekranoplan: Neue Bilder zeigen mysteriöses "Bohai Seemonster"

Im vergangenen Sommer ist das geheimnisvolle Fluggerät erstmals aufgetaucht. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Ekranoplan, der auf dem Prinzip des Bodeneffekts aufbaut. Es wurde im Golf von Bohai im Norden Chinas erspäht und daher als "Bohai Seemonster" bezeichnet. 

Die neuen Bilder deuten nun darauf, dass das "Bohai Seemonster" wohl eine militärische Bestimmung erhalten soll. Auf der Unterseite der Tragflächen sind jeweils 2 Aufhängungen zu sehen. Daraus lässt sich schließen, dass dort Nutzlasten angebracht werden können. Naheliegend wäre, dass das Fluggerät mit Torpedos bewaffnet werden könnte. 

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Der Bodeneffekt

Angetrieben wird das Ekranoplan von 4 Turboprop-Triebwerken mit Dreiblattpropellern. Fachleute gehen davon aus, dass es sich bei der abgelichteten Maschine um einen verkleinerten Prototypen handelt, der in erster Linie dazu dient, die Machbarkeit eines solchen Fluggeräts unter Beweis zu stellen. 

Solche Ekranoplane wurden in der Zeit des Kalten Krieges bekannt, als die UdSSR mit derartigen Gefährten experimentierte, die knapp über der Wasseroberfläche flogen. Daher stammt auch die gängige Bezeichnung Ekranoplan, das russische Wort für Bodeneffektfahrzeug. Bis heute populär ist hier das "Kaspische Seemonster ".

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Effizient, aber wenig wendig

Ekranoplane wie das "Bohai Seemonster" nutzen den Bodeneffekt, um mit hoher Geschwindigkeit knapp über der Wasseroberfläche zu fliegen. Beim Bodeneffekt entsteht durch die komprimierte Luft unter den Tragflächen eine Art "Luftpolster ", auf dem das Flugzeug schwebt. 

Diese Art des Fliegens ist besonders effizient. Außerdem sind die Gefährte schwerer von Radar zu erfassen und weniger anfällig für Bedrohungen wie Seeminen, Torpedos oder U-Boote. Ein Nachteil ist, dass die Wasseroberfläche dafür einigermaßen still sein muss. Außerdem gelten Ekranoplane als wenig wendig. 

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Schnelle Truppentransporte

Durch ihre Effizienz können sie weit fliegen und große Lasten transportieren. Außerdem kann man sie günstiger herstellen als Flugzeuge. Im Vergleich mit Booten und Schiffen spricht die hohe Geschwindigkeit für die Bodeneffektfahrzeuge. Sie können Geschwindigkeiten von über 500 km/h erreichen. 

In militärischen Szenarien könnten sie für schnelle Truppen- und Materialtransporte, Rettungsmissionen oder sogar für die Seeüberwachung eingesetzt werden. Im Pazifikraum und Südchinesischen Meer rund um Taiwan könnte der Einsatz solcher Fluggeräte für China sinnvoll sein. 

Experimentelle Wasserfahrzeuge

In den vergangenen Jahren sind mehrere experimentelle Wasserfahrzeuge aufgetaucht, an deren Entwicklung China arbeitet. Das Shuiqiao-System besteht beispielsweise aus 3 Schiffen und stellt einen 850 Meter langen provisorischen Pier dar, der für die Landung von Truppen dienen könnte. Außerdem baut China riesige Invasions-Hovercrafts.

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