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Deutsche Telekom: LTE-Netz für Flugzeuge ist einsatzfertig

Das bereits vor einiger Zeit angekündigte LTE-Netz für Flugzeuge ist „einsatzfertig“. Das hat die Deutsche Telekom im Rahmen ihrer Pressekonferenz am Montagnachmittag im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona gezeigt. Das sogenannte European Aviation Network (EAN) wurde von der Deutschen Telekom gemeinsam mit den Partner Inmarsat und Nokia aufgebaut. 

Die Telekom hat dazu 300 Basisstationen in 30 europäischen Ländern geschaffen, was 18 Monate in Anspruch genommen hat. In Österreich sind sieben Bodenstationen im Einsatz. Ergänzend dazu wurde vergangenen Sommer ein Inmarsat-Satellit ins All geschickt, der bereits seit September voll funktionsfähig ist.

Schnell

Bei Verbindungen über das LTE-Netz sind Geschwindigkeiten mit bis zu 75 Mbit/s möglich, wie es heißt. Die Latenzzeit soll bei lediglich 100 Millisekunden liegen, das Verbindungserlebnis soll dementsprechend dem entsprechen, was man von normalen LTE-Verbindungen am Boden kennt. Das notwendige Equipment für Flugzeuge sei klein und leicht, was es für Airlines attraktiv machen soll, sowohl für große Langstreckenflugeuge, aber auch für kleinere Kurz- und Mittelstreckenmaschinen.

Besonders im Vergleich zu klassischer Hardware für Satelliten-Internet in Flugzeugen sollen sich von den Airlines dadurch Gewicht und somit Treibstoff bzw. Geld sparen lassen. Die International Airlines Group (IAG), zu der unter anderem British Airways, Iberia, Aer Lingus und Vueling gehlören, ist der erste Kunde für den neuen Service und hat bereits mit der Flugzeuginstallation der EAN-Komponenten begonnen. Wie viel das Internet an Bord kosten wird, hängt von der Fluglinie ab.

Um die Möglichkeiten des LTE-Netzes in der Luft zu demonstrieren, hat die Telekom im Rahmen der Pressekonferenz am Mobile World Congress eine Live-Videoverbindung zum Bayern München-Torhüter Manuel Neuer aufgebaut, der sich auf einem Flug von München nach Frankfurt befand.

Obwohl Flugzeug-Internet per Satellit bereits seit einigen Jahren Realität ist, bieten es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht viele Fluglinien an. Laut einem Bericht bei Reuters sind es aktuell 82 Airlines weltweit, ein Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

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Thomas Prenner

ThPrenner

Beschäftigt sich mit Dingen, die man täglich nutzt. Möchte Altes mit Neuem verbinden. Mag Streaming genauso gern wie seine Schallplatten. Fotografiert am liebsten auf Film, meistens aber mit dem Smartphone.

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