Versteckte Kameras filmen Hotelgäste beim Sex: Schockierende Reportage
Die BBC hat in einer über ein Jahr dauernden Recherche ein kriminelles Netzwerk aufgedeckt, das in chinesischen Hotels und Privatwohnungen versteckte Kameras installiert hat. Ziel war es, heimlich sexuelle Handlungen zu filmen und die Aufnahmen anschließend online zu verkaufen.
Die Dokumentation wurde auf dem BBC World Service YouTube-Kanal veröffentlicht und zeigt das Ausmaß der illegalen Überwachungsindustrie in China. Die Reporter identifizierten dabei innerhalb von 7 Monaten 54 aktive Kameras, die aus Hotelzimmern auf eine einzige Website streamten. Man geht davon aus, dass Tausende Gäste betroffen sind.
Das Rechercheteam konnte während eines laufenden Livestreams sogar in ein Hotelzimmer eindringen und dort eine versteckte Kamera lokalisieren, die nicht größer als ein Bleistiftradierer war. Die Kameras werden u.a. auf Telegram-Kanälen vertrieben, wo sie als "Pinhole Cameras" angeboten werden. Die gefilmten Inhalte werden ohne Zustimmung der betroffenen Personen auf diversen Plattformen verkauft und generieren erhebliche Profite für die Betreiber des illegalen Netzwerks. Auch hier ist Telegram ein beliebter Kanal.
Die illegale Nutzung von Spionagekameras entwickelt sich in China zu einem wachsenden Problem mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen. Die Dokumentation zeigt auch, dass Frauen in China zunehmend extreme Maßnahmen ergreifen, um nicht Opfer solcher Aufnahmen zu werden. Teilweise werden Zelte in Hotelzimmern aufgebaut.
Wie kann man sich schützen?
Absoluten Schutz, dass im eigenen Hotelzimmer keine versteckte Kamera ist, gibt es kaum. Mit ein paar Maßnahmen kann man allerdings zumindest für ein bisschen mehr Sicherheit sorgen. Netzwerkscanner und die Handykamera können hier hilfreiche Tools sein.
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Wenn man tatsächlich eine Kamera findet, sollte man sofort Polizei und Hotel bzw. Vermieter kontaktieren. In Österreich kann man auch die Datenschutzbehörde einschalten.