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Einer der gefährlichsten Flughäfen wird noch gefährlicher

Die portugiesische Insel Madeira liegt etwa 800 Kilometer südwestlich des Festlandes mitten im Atlantik. Ihr Flughafen – benannt nach Fußballstar Cristiano Ronaldo – ist mit über 5 Millionen Passagieren jährlich einer der meistgenutzten in Portugal. Außerdem zählt er zu den gefährlichsten der Welt. 

Das hat einerseits mit der vergleichsweise kurzen Landebahn zu tun, die nur etwa 50 Meter über der Meeresoberfläche liegt. Andererseits sind die Scherwinde gefürchtet, die auf die Steilküste gleich daneben zurückzuführen sind. Regelmäßig müssen Flüge zu anderen Zielen umgeleitet werden, weil die Bedingungen in Madeira zu gefährlich sind.

Langjährige Wetteraufzeichnungen zeigen nun, dass sich die Windverhältnisse am Flughafen drastisch verschlechtert haben. In den vergangenen 10 Jahren verzeichnete man einen durchschnittlichen Anstieg der Windgeschwindigkeiten um 3 Knoten, das entspricht etwa 5,5 km/h.

Infrastrukturminister: „Ungewöhnliche“ Winde

Bei einer Parlamentssitzung am 20. Mai beschrieb Infrastrukturminister Hugo Espírito Santo die meteorologischen Daten der vergangenen 10 Jahre als „ungewöhnlich“. Er gab an, dass das nationale Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) sowie das nationale Labor für Bauingenieurwesen (LNEC) die Ursachen untersuchen würden.

Das Ende 2024 installierte Wind-Erkennungssystem MAD Winds, das Pilotinnen und Piloten bei der Landung unterstützen sollte, befinde sich außerdem weiterhin nur im Testbetrieb. Eigentlich hätte es im November 2025 zertifiziert werden und in den Normalbetrieb übergehen sollen. Ähnliche Systeme sind bereits in Hongkong und Palermo im Einsatz.

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„MAD Winds“-System für bessere Vorhersagen

MAD Winds nutzt X-Band-Radar und LiDAR um Windgeschwindigkeiten zu messen und bessere Prognosen für Landebedingungen zu liefern, heißt es in der Pressemitteilung der zuständigen Behörde. Demnach passieren 80 Prozent der Flugzeug-Umleitungen in Fällen, wo die gemessene Windgeschwindigkeit die erlaubten Limits um nur 3 Knoten übersteigt.

Eine Verbesserung der Messgenauigkeit könnte daher viele Umleitungen verhindern. Doch wie Infrastrukturminister Espírito Santo in seiner Parlamentsrede sagte, könnte der jüngst festgestellte Anstieg der Durchschnitts-Windgeschwindigkeit von 3 Knoten den Betrieb in vielen Fällen unmöglich machen.

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