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Mitsubishi spürt Geisterschiffe mit Satelliten auf

Mitsubishis Schwerindustrie-Unternehmen (MHI) will künftig Schiffe aufspüren, die sich illegal bewegen und ihre Position verstecken. Sie sollen mithilfe eines speziellen KI-Detektors gefunden werden, der an einem Satelliten angebracht ist. 

Sogenannte Geisterschiffe oder Schattenschiffe verschleiern ihre Identität, indem sie unter falscher Flagge fahren oder ihren Transponder ausschalten bzw. manipulierte Koordinaten senden. Ziel ist es meist, ein Handelsembargo oder Sanktionen zu umgehen. Sie transportieren z.B. Gas oder Öl aus Russland in der Ostsee. Sind sie einmal auf dem offenen Meer, lassen sie sich nur schwer finden.

Mitsubishi und JAXA launchten Satellit

Aus dem All ist das aber besser möglich. Dafür arbeitete MHI mit der japanischen Weltraumagentur JAXA zusammen. Ein Demonstrator des Detektors "Artificial Intelligence Retraining In Space" (AIRIS), wurde jetzt auf dem Satelliten RAISE-4 im All getestet. Dieser war am 14. Dezember 2025 mit einer Rocket-Lab-Rakete gestartet.

Der KI-Datenprozessor (links) und die Erdbeobachtungskamera (rechts) des AIRIS-Detektors von Mitsubishi und der Tokyo University of Science

AIRIS besteht aus einem KI-Datenprozessor und einer Erdbeobachtungskamera der Tokyo University of Science. Der Detektor macht hochauflösende Bilder der Meeresoberfläche und sucht darauf nach Schiffen. 

Detektor analysiert Bilddaten schon im All

Mithilfe des eigens dafür entwickelten Mikroprozessors SOISOC4 kann der Detektor die Bilddaten direkt im All verarbeiten. So müssen die hochauflösenden Aufnahmen nicht erst langsam zur Erde gesandt und dort analysiert werden. Der Detektor scannt die Fotos und schickt dann lediglich die relevanten Bildausschnitte der gefundenen Schiffe inklusive ihrer Koordinaten zur Bodenstation. Dadurch wird der Prozess erheblich beschleunigt

AIRIS findet Schattenschiffe mit KI-Unterstützung

Schiffe fast in Echtzeit finden

Ziel ist es, die Schattenschiffe beinahe in Echtzeit aufzuspüren. Dafür wird die KI permanent mit den neuesten Daten trainiert, die AIRIS zur Erde gesendet hat. So soll ein regelmäßiger Update-Zyklus entstehen, um die Performance des Detektors stetig zu verbessern, schreibt MHI in einem Statement. Ob MHI und JAXA den Demonstrator jetzt zu einem fertigen Produkt entwickeln und AIRIS künftig auf einem oder mehreren Satelliten zum Einsatz kommt, ist derzeit noch unklar. 

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