Grüner Elektrobuggy vor beschem Hintergrund

Amble One

© Amble
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Ex-Designer von Apple Car baut jetzt einen Buggy für Luxus-Resorts

Was entsteht, wenn sich talentierte Menschen, die früher bei Audi, Ford, Cowboy und Apple waren, zusammentun? Ein elektrischer Buggy.

Der Amble One sieht zwar nach einem reinen Spaßgerät aus, hat aber in Europa die Straßenzulassung L7e. Die maximale Geschwindigkeit ist auf 65 km/h limitiert, die Reichweite wird mit über 100 km angegeben.

Das wirkt zwar wenig, ist aber ganz bewusst so ausgelegt: Der Amble One soll nämlich ein leichtes Elektrofahrzeug für Kurzstrecken sein. Im Privatgebrauch wird er also nicht das Familienauto oder den Zweitwagen ersetzen, sondern eher das Microcar für kurze Fahrten sein – zumindest in Gegenden, in denen das Wetter gut genug ist, um mit einem Buggy ohne Türen und Seitenfenster unterwegs zu sein.

Elektrischer Buggy mit großen Reifen in einer sonnigen Resort-Straße.

Amble One

Luxus-Resorts sind erste Kunden

Vorrangig dürften aber ohnehin nicht Privatkunden das Ziel sein. Denn wie wired.com berichtet, hat man bereits 12 Großkunden, die insgesamt über 500 der E-Buggys bestellen wollen. Viele davon sind Luxus-Resorts und Hotels, wie Amangiri, Mustique Island und Na Praia. Dort sollen die Fahrzeuge etwa genutzt werden, um Hotelgäste über das Resort zu chauffieren, oder damit diese sie ausborgen können, um damit selbst zum Essen oder zum Golfen zu fahren.

Die ersten Exemplare sollen ab Mitte 2027 ausgeliefert werden. Privatkunden in den USA und Europa sollen ab 2028 ihre Amble Ones bekommen. Die Preise beginnen bei etwa 20.000 Euro, hinzu kommen die jeweiligen Steuern und Abgaben der Länder.

Ein E-Buggy steht vor kleinen Bäumen auf sandigem Boden

Amble One

Österreicher mit an Bord

Mit im Team von Amble ist auch der Österreicher Julian Hönig. Er hat zuvor viele Jahre für Apple gearbeitet und war u.a. im Designteam für die Apple Watch, Vision Pro und das Apple Car. Für das Elektrofahrzeug hat er sich vom Mond-Buggy der NASA inspirieren lassen.

Vom Design des Apple Cars sei nichts im Amble One zu finden, dafür hat Hönig aber seine Philosophie beibehalten: Wähle das Material, das am besten für den Job geeignet ist und lasse die Herstellung die Form führen. Dementsprechend findet man im Amble One Aluminium, Leder, Baumwolle und Kork. Die flache Windschutzscheibe soll an den Mercedes G erinnern, eine Haltestange im Innenraum hat denselben Durchmesser wie ein Motorradlenker, um leicht Zubehör, wie etwa Handy-Halterungen, anbringen zu können.

Innenraum eines offenen Elektro-Buggys mit Holzlenkrad und Smartphone-Halterung.

Amble One

Amble Two

Für 2029 ist bereits das nächste Fahrzeug geplant, Amble Two. Dieses soll mehr Reichweite haben, Türen (die selbst eingesetzt und entfernt werden können) und ein Hardtop. Amble Two wird dann schon eher ein Zweitauto-Ersatz als der Amble One.

Laut Hönig verfolge man damit einen anderen Ansatz als die meisten Anbieter von E-Kleinwagen: Die würden im urbanen Gebiet zu möglichst niedrigen Preisen starten, um mit allen anderen Herstellern zu konkurrieren. Bei Amble baue man stattdessen jetzt eine Premium-Marke auf und werde sich, Schritt für Schritt, dem urbanen Markt annähern.

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