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Mysteriöses Frachtschiff voller Raketenstartanlagen aufgetaucht

Bereits im Ersten Weltkrieg setzte Großbritannien sogenannte "Q-Ships" oder "Mystery Ships" ein. Die Schiffe sahen aus wie Handelsschiffe, waren aber unter ihren falschen Decksaufbauten schwer bewaffnet. So sollten sie damals deutsche U-Boote versenken, weshalb sie im Deutschen auch U-Boot-Fallen genannt werden.

Die Idee eines als Handelsschiff getarnten Kriegsschiff erfährt gerade wieder eine Renaissance. Die Bewaffnung ist heutzutage in Containern versteckt. So sollen Überraschungsangriffe durchgeführt werden. 

Chinesisches Frachtschiff

Vom Iran ist bereits bekannt, dass er ballistische Raketen von einem handelsüblichen Schiffscontainer aus starten kann, die Türkei hat heuer ebenfalls ihre Version davon vorgestellt und auch die USA haben ihren eigenen mysteriösen Container-Raketenwerfer

Während der Weihnachtsfeiertage kamen Fotos ans Licht, das ein mittelgroßes chinesisches Frachtschiff zeigt, das vollgepackt mit solchen Container-Raketenwerfer war. Auch entsprechende Sensoren befinden sich an Deck des Schiffs, das dadurch zu einer Art schwer bewaffnetes Kriegsschiff verwandelt wird. The War Zone berichtete am 25. Dezember davon.

Am Bug des Schiffs ist ein 30mm-Nahbereichsverteidigungssystem vom Typ 1130 installiert, das gegen Bedrohungen wie Marschflugkörper gedacht ist. Weiters zu sehen sind Tauschkörperwerfer des Typs 726. 

60 Senkrechtstartanlagen

Das Deck ist buchstäblich bedeckt mit vertikalen Abschussvorrichtungen. 15 Container mit jeweils 4 Abschusszellen sind zu sehen, was insgesamt 60 Senkrechtstartanlagen entspricht. Das ist 2 Drittel der Kapazität der US-amerikanischen Arleigh-Burke-Klasse.

Die großen Radaranlagen lassen darauf schließen, dass das Schiff nicht als reines Arsenalschiff, sondern eher als Patrouillenschiff konzipiert ist, das die Luftverteidigung eines Gebiets sichert.

Eigenartige Beschriftung

Die Frage ist, wozu China ein Containerschiff mit all diesen Waffen ausstattet. Einige Internetnutzer vermuten sogar, dass es sich hier um ein Filmrequisit handeln könnte. Auch die Beschriftung auf den Containern ist ungewöhnlich. Dort steht nämlich (übersetzt) so viel wie "Der Plan zur maritimen Erneuerung der chinesischen Nation und der maritimen Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft für die Menschheit". Ob dieser Schriftzug abschreckend wirken soll oder was es sonst damit auf sich hat, ist nicht bekannt.

Dass China mit einer riesigen Flotte von Frachtschiffen von einer solchen Strategie, die aus jedem Frachtschiff ein Kriegsschiff machen kann, profitieren wird, ist klar. Gleichzeitig zwingt China damit auch die US-Marine, einen ähnlichen Weg zu gehen, um der potenziellen Gefahr kontern zu können. 

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