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Teslas Robotaxis sollen regelmäßig komplett versagen

Eigentlich sollten Teslas Robotaxis ein Waymo-Konkurrent werden, mit dem Passagiere fahrerlos ans Ziel kommen. Doch eine Reuters-Recherche deckt jetzt auf, dass Teslas Full-Self-Driving (FSD) für teilautonomes Fahren regelmäßig versagt. 10 ehemalige Mitarbeiter werfen der Firma von Elon Musk vor, die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Fähigkeiten der Funktion zu täuschen.

Seit Ende 2025 sind die Robotaxis von Tesla in der texanischen Stadt Austin ohne Aufsichtsperson auf der Straße unterwegs. Dem Bericht zufolge sei dafür allerdings ein aufwändiges Zusatztraining nötig gewesen, das sich nicht einfach auf andere Städte anwenden ließe. 

FSD scheitert an grundlegenden Aufgaben

Zur Analyse von gefährlichen Situationen in Zusammenhang mit der Selbstfahr-Funktion bewerten die Tesla-Datenanalysten Videoaufnahmen. Dabei scheitere das System bereits an grundlegenden Aufgaben. So wurden beinahe spielende Kinder und tatsächlich Tiere überfahren. Die Autos halten nicht immer für Einsatzfahrzeuge oder Schulbusse. Auch der Sicherheitsabstand zu Motorrädern werde oft nicht eingehalten.

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Der von Elon Musk "Mad Max"-Modus getaufte, aggressivere Autopilot sei besonders fehlerhaft. Er wurde darauf programmiert, auch gewagtere Überholmanöver durchzuführen, scheint dabei Geschwindigkeitsbegrenzungen eher als Empfehlung wahrzunehmen. So würde die erlaubte Geschwindigkeit regelmäßig um bis zu 30 m/h (48 km/h) überschritten. In einem Fall sei etwa ein Fahrzeug mit 100 km/h durch eine 40-er-Zone gebrettert. 

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Speziell trainiertes System

7 der Befragten sagten gegenüber Reuters, nicht mal für Geld in ein Robotaxi ihres ehemaligen Arbeitgebers zu steigen. Sie erklärten außerdem, man solle Versprechungen und Aussagen von Elon Musk in Bezug auf die Selbstfahr-Funktion keinen Glauben schenken. Statistiken würden geschönt und die tatsächlichen Fähigkeiten überbewertet, heißt es. 

Tesla habe etwa viel Zeit investiert, um Straßen genau zu kartieren und die Software auf ortspezifische Herausforderungen zu trainieren. Musks Aussage, FSD könne an vielen Orten zum Einsatz kommen, halten die Ex-Mitarbeiter für falsch.

Verzerrte Statistiken

Auch dass selbstfahrende Teslas 10-Mal sicherer als menschliche Fahrer seien, wäre übertrieben. In den Unfallstatistiken, auf die sich diese Aussage bezieht, würden etwa nur Unfälle gewertet, bei denen der Airbag auslöste. Kleinere Vorfälle, die normalerweise ebenfalls in diese Statistiken gehören, würden einfach weggelassen. Zudem zählt für Tesla ein FSD-Unfall nur dann, wenn das System 5 Sekunden zuvor aktiv war. Die Vorschrift der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA lautet aber, dass die letzten 30 Sekunden vor einem Unfall ausgewertet werden müssen. 

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Am häufigsten werde der Autopilot auf Autobahnen genutzt, wo es seltener zu brenzligen Situationen kommt als im Stadtverkehr. Konkurrent Waymo vergleicht deswegen nur Daten aus ähnlichen Szenarien miteinander. Tesla mache aber keinen Unterschied, ob Daten von Autobahn- oder Stadtfahrten stammen. So schlage Tesla die Konkurrenz auf dem Papier.

Tesla selbst hat sich bisher nicht zum Reuters-Bericht geäußert. Der sonst sehr mitteilungsfreudige Elon Musk postete lediglich ein Video auf X, in dem ein Cybercab selbstständig aus der Teslafabrik in Texas fährt. 

Die Enthüllungen dürften die wenigsten überraschen. Teslas Full-Self-Driving-System landet regelmäßig wegen solcher Probleme in den Schlagzeilen. Trotzdem vergaben die Niederlande als erstes europäisches Land im April eine Zulassung für die eingeschränkte FSD-Version. Wann bzw. ob weitere Länder dem Beispiel folgen, ist derzeit noch nicht bekannt.

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