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2.000 alte Google-Pixel-Handys sollen eine Cloud antreiben

Ausgemusterte Smartphones landen im besten Fall in einer Lade und werden später recycelt, im schlechtesten Fall auf einer Müllhalde. Forscher aus Kalifornien haben nun aber große Pläne für ein zweites Leben ausrangierter Smartphones: Sie wollen 2.000 alte Google Pixel Fold zu einem Cloud-Cluster verbinden.

„Es handelt sich schlichtweg um eine riesige Menge an ungenutzter Rechenleistung, und Recycling ist für die meisten dieser Smartphones eine denkbar schlechte Option“, erklärte der Forscher Ryan Kastner gegenüber The Register. Eine seiner Doktorandinnen, die inzwischen bei Google arbeitet, habe es anfangs mit kleinen Clustern von Smartphones versucht und bewiesen, dass eine Smartphone-Cloud möglich wäre.

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Brandgefahr wegen Akkus

Die 2.000 Falthandys stellt Google zur Verfügung. Am Anfang hat es die Forscherin Jennifer Switzer mit nicht modifizierten Smartphones versucht. Aber Experten von Google haben ihr dann dringend davon abgeraten, wegen der hohen Brandgefahr, die die Akkus der Smartphones in einem Datencenter darstellen würden. 

Für den geplanten Großversuch arbeitet Google deshalb mit einem externen Dienstleister zusammen, der die Hauptplatinen aus den Smartphones ausbaut. Erste Tests deuten darauf hin, dass 25 bis 50 Smartphones die Leistung eines herkömmlichen Servers erreichen können.

Verbunden über Leiterplatte

Im Pixel Fold stecken Google-Tensor-G2-Prozessoren mit zwei 2,85-GHz-Cortex-X1-, zwei 2,35-GHz-Cortex-A78- und vier 1,80-GHz-Cortex-A55-Arm-Kernen, einer Mali-G710-MP7-GPU und 12 GB Arbeitsspeicher. Die größte Herausforderung sei, die Arbeitslasten auf mehrere Geräte aufzuteilen. Das ist den Forschern zwar inzwischen gelungen, manche Dinge wie der Zugriff auf die Tensor Processing Unit des Chips gestalten sich jedoch weiterhin als schwierig.

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Weil eine Verbindung über WLAN oder Mobilfunk Sicherheitsrisiken mit sich bringen würde, werden die ausgebauten Smartphone-Hauptplatinen auf spezielle Leiterplatten gesteckt. Diese stellen eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung her und versorgen die Platinen gleichzeitig mit Strom.

Ein Cluster mit 20 Smartphones soll reichen, um abgegebene Hausübungen einer Klasse mit 75 Studierenden zu bewältigen. Im Herbst soll der fertige Smartphone-Cluster seinen Betrieb aufnehmen. Falls er sich bewährt, ist eine Erweiterung angedacht.

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