Netflix (Symbolbild)
Netflix will lineares Fernsehen anbieten
Bei Netflix läuft es derzeit nicht so, wie es sich die Investoren wünschen. Künftig sollen die Nutzer wieder mehr Inhalte konsumieren und mehr Zeit mit den Streamingangeboten des US-Unterhaltungskonzerns verbringen. Um das zu erreichen, verfolgen die Netflix-Manager laut dem Wall Street Journal seit einiger Zeit 2 große Ideen.
Erstens will Netflix Live-Kanäle einführen, die nach dem Vorbild des klassischen linearen Fernsehens aufgebaut sind. Zweitens sollen – ähnlich wie bei Amazon Prime Video oder Apple TV – Abodienste anderer Anbieter in die Bibliothek eingebunden werden.
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Zurück vor den Fernseher
Die Manager des Unterhaltungskonzerns hoffen, dadurch die Nutzerbindung zu steigern. Zahlen zeigen, dass viele Nutzer begonnene Filme und Serien nicht zu Ende schauen. In der Branche gilt das als wichtiges Feedback über die Kundenzufriedenheit.
Offenbar finden viele Nutzer beim Stöbern auf Netflix nichts Passendes oder stellen nach etwa 15 Minuten fest, dass die begonnene Serie doch nicht so spannend ist wie erwartet. Deshalb sollen künftig von Drittanbietern kuratierte Kanäle das Interesse und die auf Netflix verbrachte Zeit steigern.
Die an klassischen TV-Sendern orientierten Live-Kanäle sollen sich jeweils um bestimmte Serien oder Genres drehen. Ob die Nutzer jedoch tatsächlich bereit sind, eine Serie stundenlang in einem Live-Kanal zu verfolgen, wenn sie dieselbe Serie in der On-Demand-Version bereits nach 15 Minuten wieder abbrechen, bleibt allerdings fraglich.
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