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iPad Air 13 (2026) mit M4 im Test: Das billigere Pro-Tablet?

Neben einem günstigen neuen iPhone und mehreren MacBooks hat Apple vergangene Woche auch ein neues iPad Air vorgestellt. Dessen Herzstück und wichtigste Neuerung im Vergleich zum Vorgänger ist die Chipgeneration, die von M3 auf M4 raufgeschraubt wird. Ich durfte das neue iPad Air in der 13-Zoll-Variante testen.

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Die Frage der Größe

Seit 2024 bringt Apple sein iPad Air auch in der 13-Zoll-Version auf den Markt. Der große Touchscreen macht jedenfalls etwas her. Egal, ob beim Filmschauen, Browsen oder Gaming, mehr Display bedeutet schlichtweg mehr Spaß.

Diesen Komfort erkauft man sich jedoch mit Abstrichen bei der Mobilität. Bei den 13-Zoll-iPads überlege ich mir zweimal, ob ich das jetzt - zum Beispiel bei einer Reise - noch in den Rucksack packe oder nicht. Das liegt auch am Gewicht. Denn mit 616 Gramm ist das große iPad immerhin 152 Gramm schwerer als sein kleineres Schwesternmodell. Das bemerkt man vor allem dann, wenn man das Gerät einhändig hält, ohne es abzustützen.

Dieser Aspekt ist für mich allerdings verkraftbar, also alleine deswegen würde ich nicht auf das kleine Display wechseln wollen. Für welche iPad-Größe man sich entscheidet, liegt in erster Linie daran, wie mobil man damit sein möchte. Wenn es ein Gerät sein soll, das man oft unterwegs dabeihaben will, würde ich zu den 11 Zoll greifen, wenn es primär ein Gerät für zu Hause sein soll, definitiv 13 Zoll.

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Die Verarbeitung

Das 13-Zoll-Air ist ein durchwegs edles Stück Technik. Auch wenn es mit 6,1 mm Dicke nicht ganz so extrem schlank ist wie das aktuelle Pro, wirkt es enorm dünn. Das Gehäuse aus 100 % recyceltem Aluminium fühlt sich gewohnt hochwertig an.

Anschlusstechnisch gibt es einen USB-C-Port (USB 3.0 mit bis zu 10 Gb/s). Auf Face ID muss man weiterhin verzichten; stattdessen ist Touch ID im Power-Button integriert. Der Sensor funktioniert im Test jedoch absolut zuverlässig und schnell.

Display

Apple verbaut ein Liquid Retina IPS Display. Die maximale Helligkeit liegt beim 13-Zoll-Modell bei ordentlichen 600 Nits, während die 11-Zoll-Variante bei 500 Nits stagniert. Apple holt aus der LC-Technologie dennoch wirklich viel heraus, die Anzeigequalität kann sich sehen lassen. Mit an Bord ist auch Apples True Tone, das unter verschiedenen Lichtbedingungen für akkurate Farben sorgt. 

Verzichten muss man allerdings auf HDR sowie auf die erhöhte Bildwiederholrate ProMotion. Wer einmal ein 120-Hz-ProMotion-Display genutzt hat, für den wirken die 60 Hz des Air beim Scrollen fast schon antiquiert. Das ist der Preis für das fehlende Pro im Namen.

Der größere Farbraum P3 wird hingegen unterstützt. Das Display spiegelt dank Antireflex-Beschichtung zudem kaum, um es auch im Freien gut bedienen zu können. Jedes Display wird für eine akkurate Farbdarstellung individuell kalibriert, wie es von Apple heißt.

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Innenleben, Kameras und Akku

Im Inneren werkelt Apples vorletzte Chip-Generation M4. Der M4 bringt nicht nur CPU-Speed, sondern erstmals Hardware-beschleunigtes Raytracing und Mesh Shading ins Air. Für Gamer oder 3D-Nutzer ist das ein Riesensprung. 

Der Chip bietet immer noch ausreichend Leistung für so ziemlich jede erdenkliche Alltagsanwendung mit dem Display. Beim Testgerät konnte ich in Geekbenchs Benchmark folgende Werte erzielen: 

  • Geekbench 6 Single-Core: 3706
  • Geekbench 6 Multi-Core: 13187
  • Geekbench 6 Metal: 53610

Das entspricht ziemlich genau dem, was ein M4 MacBook Air schafft - wenig überraschend, da es ja der gleiche Chip ist. Selbst mit Videobearbeitung und Games schaffe ich es im Alltag nicht, den M4 an seine Leistungsreserven zu bringen. 

Mit 12 GB gibt es zudem mehr RAM als beim Vorgänger, der mit 8 GB auskam. Eine kleine Neuerung, die aber viel Sinn macht und vor allem in die Zukunftssicherheit des Tablets einzahlt. Das gilt auch für folgende Aspekte: Das neue Air unterstützt zudem Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 dank des neuen Apple N1 Chips. Auch beim persönlichen Hotspot und bei AirDrop sorgt dieser für mehr Zuverlässigkeit.

Ich hoffe, dass kein iPad-Nutzer den 13-Zoll-Koloss zum Fotografieren verwendet. Also gibt es für Dinge wie das Scannen von Dokumenten eine 12-MP-Weitwinkel-Rückkamera, auch 4K-Videos werden unterstützt. Zudem gibt es eine 12-MP-Querformat-Frontkamera, die dank Folgemodus (Center Stage) ideal für Videocalls ist.

Der Akku ist eine 36,59-Wattstunden Lithium-Polymer-Batterie, die laut Apple bis zu 10 Stunden Surfen im Web oder Videos anschauen ermöglicht. In der Praxis kommt man mit dem voll aufgeladenen Tablet bei moderat intensiven Rechenanwendungen locker über den Tag. 

Das iPad kommt mit iPadOS 26. Das heißt Liquid Glass (ob man will oder nicht) und Apples KI-Features Apple Intelligence. Viele davon sind im Alltag durchaus praktisch. 

Die Writing Tools fassen Texte zusammen oder korrigieren den Tonfall, während der Clean-Up-Modus in Fotos störende Hintergründe fast magisch entfernt. Besonders für Kreative ist Image Wand spannend, der grobe Skizzen in detaillierte Bilder verwandelt.

Pro und Contra

Pro

  • Verarbeitung: Dünn, stabil und edel, wie man es von Apple gewohnt ist.
  • Performance: Der M4-Chip und 12 GB RAM bieten enorme Leistungsreserven für professionelle Apps und KI-Workflows.
  • Display-Qualität: Sehr farbgenaues, individuell kalibriertes Liquid Retina Display.
  • Zukunftssichere Konnektivität: Unterstützung für Wi-Fi 7, Bluetooth 6 dank des neuen Apple N1-Chips.

Contra

  • Display-Limitierung: Kein ProMotion (120 Hz) und kein OLED; die 60 Hz wirken im Jahr 2026 beim Scrollen etwas ruckelig.
  • Kein Face ID: Die biometrische Entsperrung erfolgt weiterhin ausschließlich über Touch ID im Power-Button.
  • Speicher-Politik: Das Basismodell startet weiterhin bei 128 GB, was für ein Gerät dieser Leistungsklasse schnell knapp werden kann.
  • Gewicht: Das 13-Zoll-Modell büßt gegenüber der 11-Zoll-Variante spürbar an Portabilität ein.

Fazit

Das neue iPad Air versprüht in der 13-Zoll-Version ein Pro-Feeling ohne Pro-Preisschild. Mit ausgeschaltetem Display kann man es nur sehr schwer von der Pro-Version unterscheiden. Dafür sorgt das Apple-typische edle Gehäuse sowie die Unterstützung des Magic Keyboard und des Pencil Pro. In Kombination mit dem M4 lässt sich mit dem iPad Air so gut wie alles machen, was man auch mit dem Pro machen würde. Dank 12 GB RAM und des neuen N1-Chips mit Wi-Fi 7 investiert man mit dem Air jedenfalls auch in ein Gerät, das man viele Jahre gut verwenden wird können.

Unterschiede zum Pro gibt es dann aber doch, und die findet man in erster Linie beim Display. Hier kann das LCD des Air nicht mit dem grandiosen Tandem-OLED des iPad Pro mithalten. Einerseits bei der Qualität der Anzeige selbst (Stichwort Schwarzwerte) und andererseits bei der Bildwiederholrate. Wer flüssigere Displays bis zu 120 Hz gewohnt ist, dem kommen die maximal 60 Hz des iPad Air ruckelig vor, vor allem beim Scrollen durch Webseiten. Bei Videos, die sowieso meist eine geringere Framerate haben, ist das wiederum völlig egal, auch bei Games fällt es mir weniger deutlich auf. 

Ein weiterer täglich merkbarer Unterschied zum Pro ist das fehlende Face ID. Um das iPad zu entsperren, muss man einen Finger auf den Power-Button legen. Gerade, wenn man das Gerät vor sich stehen hat, kommt einem das manchmal ein bisschen umständlich vor, aber auch nur, wenn man Face ID gewohnt ist. 

Display und fehlende Face ID sind Dinge, die einen stören können, aber nicht müssen. Wenn man damit leben kann, ist das iPad Air ein perfektes Tablet für alle, die mit dem Gerät vielleicht ein bisschen mehr tun wollen als nur vereinzelt Videos zu schauen oder im Web zu surfen. 

Das aktuelle iPad Air mit M4 kostet in der 13-Zoll-Version 849 Euro. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass Apple im Unterschied zu den iPhones den Standard-Speicherplatz beim iPad nicht auf 256 GB geschraubt hat. Das heißt, für den Preis bekommt man nur 128 GB, was unter Umständen schnell knapp werden könnte. 

Technische Daten auf der Apple-Webseite

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Thomas Prenner

ThPrenner

KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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