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Apple will am iPhone mehr Werbung anzeigen

Apple plant sein Geschäft mit Werbeanzeigen auszuweiten. Dies berichtet der üblicherweise gut-informierte Bloomberg-Journalist Mark Gurman.

Demnach hat Apple bereits mit internen Tests begonnen, um Werbung in der Navigations-App Maps anzuzeigen. Sucht man in der App etwa nach Restaurants oder Geschäften in der Nähe, werden solche ganz oben angezeigt, die für die bessere Platzierung bezahlen.

Vorbild für dieses System ist der App Store. Hier können Entwickler dafür bezahlen, dass ihre App hervorgehoben angezeigt wird, wenn User*innen nach bestimmen Begriffen suchen, wie etwa „Puzzle Game“ oder „Foto Editor“.

Noch mehr Werbung im App Store, Books und Podcasts

Laut Gurman ist die Werbung in Maps nur der Anfang. Auch in den Apple-Apps Podcasts und Books ließe sich das System mit den Werbeanzeigen in den Suchergebnissen leicht umsetzen – weshalb wahrscheinlich sei, dass auch dort demnächst Werbung auftauchen wird.

Gurman hat zudem aus Apple-Quellen gehört, was schon zuvor andere Medien berichtet haben. Die Werbeanzeigen im App Store werden bald verstärkt ausgespielt. Statt nur bei der Suche, sollen Werbeanzeigen auch im Heute-Tab angezeigt werden. Zudem sollen sie bei den jeweiligen Download-Seiten der Apps angezeigt werden, im Bereich „Dir gefällt vielleicht auch“.

Plattform zum Buchen von Werbung in Arbeit

Einen Hinweis darauf, dass Apple sein Werbegeschäft ausweitet, liefert auch der US-Konzern selbst. In einer Stellenausschreibung werden Mitarbeiter*innen für die „Demand Side Platform“ (DSP) gesucht, die sich derzeit in Entwicklung befindet. Mit dieser Plattform sollen Werbetreibende ihre Anzeigen gezielt buchen können, basierend etwa auf Wohn- oder Aufenthaltsort der Nutzer*innen, Geschlecht, Alter usw.

Schließlich soll auch der Streaming-Dienst Apple TV+ Werbung bekommen. Angeblich plant Apple einen Tarif mit Werbung einzuführen, ähnlich wie es Disney+ kürzlich angekündigt hat. Derzeit kostet Apple TV+ 4,99 Euro im Monat. Ob der werbeunterstützte Tarif günstiger wird oder 4,99 Euro kostet, während das werbefreie Abo teurer wird, ist noch nicht bekannt.

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