5 Überraschungen von der Apple Keynote
Jedes Jahr im Juni herrscht im Apple Park in Cupertino reges Treiben. Dann öffnet nämlich der iPhone-Hersteller seine Pforten für Journalisten, Influencer und Entwickler und präsentiert seine neuesten Errungenschaften. Die traditionelle Keynote am Montag markiert den Startschuss der Entwicklerkonferenz WWDC auf der die Neuheiten vorgestellt werden.
Neben den ohnehin erwarteten neuen AI-Features wurden dieses Jahr noch weitere neue Funktionen angekündigt. Auch der Streit zwischen Apple und der EU kam nicht zu kurz. Einige Details der Keynote und der vielen Begleit-Events sind im ganzen Siri-Getöse untergegangen beziehungsweise haben für kleine Überraschungen gesorgt.
1. Die Tränen des Apple-CEOs und ein Bad in der Menge
Nachdem Tim Cook im April nach 15 Jahren an der Spitze von Apple seinen Rückzug erklärt hatte, war bereits im Vorfeld klar, dass es seine letzte WWDC sein wird. Mit Spannung wurde erwartet, ob sich Cook verabschieden wird und ob es eine Staffelübergabe an den nächsten CEO John Ternus geben wird.
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Apple-CEO Tim Cook bei seinem letzten großen Auftritt auf der WWDC 2026
© APA/AFP/JOSH EDELSON / JOSH EDELSON
Cook hat bei der Eröffnung der WWDC offen über seinen Rückzug gesprochen und sich bei den anwesenden Gästen bedankt und verabschiedet. Er war dabei sichtlich gerührt, mehrmals versagte ihm die Stimme und er musste sich sogar mehrere Tränen aus den Augen wischen. Viel mehr als ein "Thank you, thank you, thank you" war dann nicht mehr von ihm zu hören.
Der neue Apple-CEO spielte bei der Keynote keine Rolle, er wurde weder erwähnt, noch war er in den gezeigten Zuspielern zu sehen. Ternus hatte aber seinen eigenen kleinen Auftritt. Am Sonntagabend tauchte er überraschend in der Hotel-Lobby auf, wo die Journalisten und Influencer untergebracht sind. Ungefähr eine Stunde lang, genoss er ein Bad in der Menge und tauschte sich mit den Anwesenden aus.
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2. Apple hat die Partnerschaft mit Google erklärt
Im Jänner hat Apple eine Kooperation mit Google bekanntgegeben. Demnach wird der iPhone-Hersteller für seine KI-Funktionen unter anderem auf die Gemini-Modelle des Suchmaschinenkonzerns zurückgreifen. In der Regel gibt sich Apple nicht allzu gesprächig, wenn es um derartige Partnerschaften geht.
Überraschenderweise hat Apple aber die Kooperation mit Google in der Keynote thematisiert - zwar nur am Rande, aber immerhin. Nach der Keynote hat Software-Chef Craig Federighi einer exklusiven Runde im kleinen Kreis die Partnerschaft im Detail erklärt. Er war darum bemüht, die Kooperation kleinzureden.
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Software-Chef Craig Federighi erklärt die neuen KI-Funktionen am Rande der WWDC 2026.
© Florian Christof
Apple nutze zwar einige zentrale Teile der Gemini-Modelle, den Großteil der Technologie, die hinter den AI-Tools steht, habe Apple aber selbst entwickelt, so Federighi. Der entscheidende Unterschied zwischen Apple und Google sei die Handhabung der persönlichen Daten. Während Apple eine private Cloud nutzt und eine Vielzahl an Funktionen direkt am Gerät verarbeitet, würde Google deutlich mehr persönliche Daten in die allgemeine Cloud transferieren.
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3. Apple hat eine Live-Demo zur neuen Siri gezeigt
Bei derselben kleinen Veranstaltung hat das Team um Federighi eine Live-Demo gewagt. Solche Live-Demos vor Publikum haben in der Tech-Welt - vor allem bei Apple - mittlerweile Seltenheitswert. Vermutlich wollte man unter Beweis stellen, dass die KI-Funktionen nun tatsächlich wie gewünscht funktionieren.
Die Live-Demo wurde von den Anwesenden mit gemischten Gefühlen aufgefasst. Alles hat zwar wie gewünscht funktioniert. Die Aufgaben, die an die neue Siri AI gestellt wurden, waren aber bis ins kleinste Detail orchestriert und wirkten ziemlich einstudiert. Vielleicht hätte man jemanden aus dem Publikum einen willkürlichen Prompt stellen lassen sollen. Das hätte vielleicht für einen wirklichen Vertrauensvorschuss gesorgt.
4. AI-Features nicht komplett kostenlos
Für eine kleine Überraschung hat außerdem die Ankündigung gesorgt, dass die AI-Tools nicht gänzlich kostenlos sein werden. Es werde für einige KI-Funktionen ein tägliches Limit geben. Für all jene, die ein kostenpflichtiges iCloud+ Abo haben, wird dieses "Daily Usage Limit" höher sein.
Details dazu wurden weder bei der Keynote noch auf mehrmaliges Nachfragen verraten. Apple wolle sich zu einem späteren Zeitpunkt dazu äußern. Was sich abzeichnet ist, dass in erster Linie die aufwendigen und rechenintensiven Aufgaben, wie Bilder generieren, diesem täglichen Limit unterliegen werden. Die meisten kleineren AI-Tools laufen aber ohnehin direkt am Gerät und dürften daher kostenlos bleiben.
5. Es gab einen möglichen Hinweis auf das iPhone Fold
Da im Herbst mit dem ersten faltbaren iPhone gerechnet wird, wurde im Rahmen der WWDC der eine oder andere Hinweis darauf erwartet. Einen solchen hat es bei der Keynote aber nicht gegeben - kein Splitscreen-Feature, keine dahingehenden neuen Benutzeroberflächen oder ähnliches.
Software-Chef Craig Federighi liefert einen Hinweis auf das iPhone Fold
© Apple / Screenshot
In einem Zuspieler wurde jedoch ein kleines Detail entdeckt, das dennoch einen möglichen Hint auf das faltbare iPhone darstellt. Im WWDC-Video redete Software-Chef Craig Federighi über das innovative Ideenlabor von Apple und hielt dabei ein Stück Papier in der Hand. Dieses hat er gleich mehrfach äußerst demonstrativ gefaltet - zu sehen bei Minute 4:36 im WWDC-Video. Wenn man einen Hinweis auf das faltbare iPhone unbedingt haben möchte, könnte man in dieser Szene fündig werden.