Handy-Baukasten: Das modulare Tecno-Smartphone ausprobiert
Ein Highlight auf dem Mobile World Congress in Barcelona liefert Tecno. Der chinesische Handy-Hersteller hat ein modulares Smartphone-Konzept präsentiert, das für riesigen Andrang und große Aufmerksamkeit sorgte.
Der Handy-Baukasten besteht aus einem dünnen Basis-Smartphone und 10 Erweiterungsmodulen. Das Basisgerät ist ein voll funktionsfähiges Smartphone mit Touchscreen, Kamera und Akku.
Mit 4,9 Millimetern ist es extrem dünn und besonders leicht. Es fühlt sich aber hochwertig und robust an. Will man nun eine bessere Kamera haben, greift man einfach zum entsprechenden Zusatzmodul und pappt es auf die Rückseite des Basis-Smartphones.
➤ Mehr lesen: Clicks Communicator mit physischer Tastatur ausprobiert
Ausreichend Halt durch starke Magneten
Dasselbe gilt für zusätzliche Akkus oder ein größeres Teleobjektiv samt Kameragriff. Befestigt werden die Module auf dem Basisgerät mittels Magneten. Da die Module einrasten und durch die Magnete in die korrekte Position befördert werden, ist das Austauschen der Module in wenigen Augenblicken erledigt und absolut selbsterklärend.
Selbst wenn das große und schwere Teleobjektiv auf dem Basis-Smartphone steckt, hatte ich nicht das ungute Gefühl, dass es gleich abfallen könnte. Die Magneten sind ausreichend stark, sodass die Module richtig gut auf der Rückseite des Geräts sitzen. Praktisch ist, dass sich die Module untereinander kombinieren lassen. So kann man beispielsweise mehrere Zusatzakkus nutzen und gleichzeitig das große Teleobjektiv befestigen.
➤ Mehr lesen: Ausprobiert: Deutsche Telekom baut KI-Assistent direkt ins Handynetz ein
Kabellose Datenübertragung
Schade ist, dass der Handy-Baukasten am Messestand von Tecno nicht voll funktionstüchtig war. Man konnte zwar mit den einzelnen Modulen herumspielen, eingeschaltet waren die Geräte aber nicht. Wie rasch die Verbindung zwischen den Modulen hergestellt wird und welche Verzögerungen es beispielsweise bei der Kamera gibt, wird sich also erst zeigen.
Die Datenübertragung zwischen dem Basis-Smartphone und den aufgesteckten Modulen wird je nach Modul über WLAN, Bluetooth oder mmWave (Millimeterwelle) bewerkstelligt. Dadurch soll es lediglich eine minimale Latenz geben. Die Energieversorgung erfolgt über Pin-Kontakte.
➤ Mehr lesen: Xiaomi-Hypercar aus der Nähe betrachtet
Noch bleibt es ein Konzept
Tecno-Mitarbeiter behaupteten, dass das modulare Smartphone funktionsfähig sei und es eigentlich jederzeit auf den Markt gebracht werden könnte. Ob es der Handy-Baukasten tatsächlich zur Serienreife schafft und in den Handel kommt, wird sich ebenso erst zeigen.