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Insta360 Ace Pro 2 Flash Print im Test: Actioncam wird zur Sofortbildkamera

Insta360 ist eigentlich für seine 360-Grad-Kameras bekannt, hat mit der Ace Pro 2 aber auch eine “klassische” Actioncam im Angebot. Diese setzt auf eine Leica-Optik und einen 2,5-Zoll-Flip-Screen. Die Kamera ist bis zu 12 Meter wasserdicht und nimmt Videos in bis zu 8K auf. 

Um sich von den scheinbar unzähligen anderen Actioncams der Konkurrenz abzuheben, setzt Insta360 darauf, die Kamera mit Zubehör-Paketen zu verkaufen. Eines davon ist das Flash Print Bundle. Es macht aus der Actioncam eine moderne „Sofortbildkamera“. Ich habe das Bundle getestet.

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Was ist im Bundle dabei?

Das Bundle enthält neben der Kamera folgendes Zubehör:

  • Xplorer Grip Pro Kit: Ein spezieller Handgriff, der die Kamera wie eine klassische Fotokamera wirken lässt. Er verfügt über einen integrierten 2.010-mAh-Akku (für bis zu 5,5 Stunden Laufzeit) und physische Bedienelemente für Zoom, Belichtung und Moduswechsel.
  • Pocket Printer: Ein kompakter Bluetooth-Drucker, der direkt mit der Kamera oder dem Smartphone verbunden wird, um Fotos sofort auf Zink-Papier auszudrucken.
  • 2x Akkus: Damit unterwegs nicht der Saft ausgeht.
  • Flip Screen Hood: Ein Sonnenschutz für den Klappbildschirm, der auch das Fotografieren aus der Hüfte erleichtert.
  • Leder-Etui: Eine Tasche zum Schutz und Transport der Ausrüstung.
  • Fotopapier-Kassette: Enthält 10 Blatt Fotopapier.

Zusammenbau

Damit aus der Actioncam eine Sofortbildkamera wird, muss man die Teile des Bundles zusammensetzen. Dazu wird die Kamera in den Griff gegeben. Anschließend kann man den Pocket Printer über eine Schiene unten an der Kamera befestigen. 

Ist alles zusammengestellt, hat man seine moderne “Sofortbildkamera”. Die sieht zwar cool aus, ist aber schwer. Kamera und Griff wiegen gemeinsam schon über 350 Gramm. Dazu kommt der Drucker mit knapp 300 Gramm und Kleinigkeiten wie Handschlaufe, Displayschutz und Fotokartusche im Drucker. Die komplette Sofortbildkamera im fotobereiten Zustand ist 750 Gramm schwer.

Da man Fotos auch im Nachhinein ausdrucken kann, muss der Drucker aber nicht zwingend an der Kamera hängen. Das macht das Ganze deutlich leichter.

Will man seine Sofortbildkamera samt Drucker zur nächsten Party mitnehmen, kann man beides in dem Leder-Case verstauen und sich dieses per Tragegurt um die Schulter hängen. Aber auch hier überlegt man sich das wegen des hohen Gewichts wohl zweimal.

Erstaunlich gute Handhabung

Als jemand der auch mit “echten” analogen sowie Spiegelreflex- und Systemkameras fotografiert, war ich überrascht wie “echt” sich die Ace Pro 2 mit dem Explorer Grip anfühlt. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Auslösetaste hat einen guten Druckpunkt, Zoom-Regler und Drehrad wirken stabil und man hat tatsächlich das Gefühl, eine Kamera in der Hand zu halten. 

Der Xplorer Grip hat einen integrierten Akku, der die Laufzeit der Kamera auf bis zu 5,5 Stunden verlängert. Geladen wird der Grip über eine eigene USB-C-Schnittstelle. Dabei gibt es allerdings kein gleichzeitiges Laden. Das heißt, wenn ich den Grip an den Strom anschließe, wird zuerst der Grip vollgeladen, bevor der interne Akku der Ace Pro Strom aufnimmt.

Die Qualität der Fotos kann sich für eine Actioncam durchaus sehen lassen. Der 50-Megapixel-Sensor mit einer Größe von 1/1.3-Zoll leistet ganze Arbeit. Die Ace Pro 2 spielt damit mindestens in einer Liga mit den derzeit besten Smartphone-Kameras

Warum nicht gleich mit einem Smartphone knipsen, könnte man sich fragen. Eben wegen der Haptik. Es ist einfach eine andere Art des Fotografierens, wenn man eine richtige Kamera in der Hand hält.

Der Drucker und die Fotos

Beim Fotografieren hat man die Möglichkeit, die Fotos sofort auszudrucken, wie man das von einer klassischen Sofortbildkamera kennt. Alternativ kann man bereits gemachte Fotos auf Papier bringen, direkt von der Kamera aus. Auch über die Insta360-Smartphone-App kann man jedes Foto, das man am Handy hat, ausdrucken. 

Der Drucker hat einen integrierten Akku und wird über USB-C geladen. Eine Akkuladung reicht für etwa 20 bis 25 Ausdrucke, also 2 bis 3 Papierpackungen. Die Fotos haben eine Größe von etwa 82 x 54mm, inklusive Logo-Leiste. 

Man muss sich übrigens keine Sorgen machen, dass die Tinte des Druckers jemals ausgeht. Dieser nutzt nämlich die Zink-Technologie. Dabei befinden sich die Farbpigmente (Gelb, Magenta, Cyan) in Form von Kristallen im speziellen Fotopapier. Durch Hitzeimpulse des Druckers werden diese Kristalle aktiviert und das Bild wird sichtbar. Die Ausdrucke sind sofort trocken und wischfest

Die Funktionsweise bedeutet auch, dass man spezielles Zink-Papier benötigt, um den Drucker verwenden zu können. Bei Amazon bezahlt man für 2 Packungen mit jeweils 10 Fotos derzeit 12 Euro, das heißt 60 Cent pro Foto.

Mit professionell gedruckten Hochglanz-Fotos können die Zink-Bilder nicht mithalten. Sie sind nicht ganz scharf und wirken oft eher blass. Das gibt ihnen allerdings einen gewissen Retro-Charme, vielleicht genau das, was manche von den kleinen Fotos wollen.

Leistung als Actioncam

Abseits des Foto-Spaßes hat man mit der Ace Pro 2 eine extrem fähige Actioncam. Auch hier macht der klappbare Screen Sinn. Dank ihm kann man in der Selfie-Perspektive filmen und sich dabei immer im Blick haben. 

Die volle Auflösung von 8K wird man in der Praxis meist nicht nutzen. Sie ermöglicht aber einen 2-fachen digitalen Zoom, der in der Praxis erstaunlich gut funktioniert. Die Videos der Ace Pro 2 haben eine gute Qualität. Farben und Schärfe sind in der Regel eher auf der intensiven Seite, was mich aber nicht stört, da die Aufnahmen dadurch lebendig wirken. Und genau das ist es, was ich mir von Actioncam-Shots erwarte. 

Bedenken sollte man, dass die Ace Pro 2 zu den größeren Actioncams gehört. Mit ihren 180 Gramm ist sie vergleichsweise kein Leichtgewicht. Das ist ein Faktor, den man bedenken sollte, wenn man vorhat, das Gerät am Helm oder am Fahrrad zu befestigen. 

Fazit

Eine Actioncam ist für die meisten eine Anschaffung für sehr spezifische Einsatzzwecke. Etwa, um im Skiurlaub die ein oder andere Abfahrt zu filmen und dann beim Schnorcheln im Sommer die bunten Fische filmisch einzufangen. 

Das Sofortdruck-Paket von Insta360 macht die kleine Kamera zusätzlich zu einem Gerät, mit dem man auf der nächsten Feier gleich Erinnerungen auf Fotopapier festhalten kann. Wer also tagsüber zum Beispiel die Skipiste filmt, kann abends auf der Hütte die besten Schnappschüsse direkt ausdrucken und verteilen.

Die Kamera selbst ist eine der besten ihrer Art, die man derzeit kaufen kann. Ein Nachteil ist lediglich, dass sie (auch ohne das ganze Sofortdruck-Zubehör) zu den größeren und schwereren ihrer Art zählt. Der Drucker funktioniert solide und liefert Fotos ab, wie man sie von vergleichbaren Mini-Druckern auf Zink-Basis kennt. 

Das Komplettpaket mit Drucker und Kameragriff kostet derzeit 559 Euro (563,70 bei Amazon). Die Actioncam ohne Zubehör gibt es um 399 Euro.

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Thomas Prenner

ThPrenner

KURIER-futurezone Chefredakteur. Beschäftigt sich viel mit Dingen, die man täglich nutzt und schreibt darüber. Sitzt außerdem gerne am Fahrrad.

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