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Konkurrenz für Intel: Nvidia kündigt „Superchip“ für schlanke Notebooks an

Nvidia ist vor allem für seine Grafik- und KI-Chips bekannt. Jetzt steigt das US-Unternehmen in den Markt für PC-Chips ein und macht damit Intel und AMD Konkurrenz.

Das erste Produkt aus der neuen Chip-Reihe ist der RTX Spark, den Nvidia als „Superchip“ angekündigt hat. Er soll nicht nur der effizienteste PC-Chip sein, der jemals gebaut wurde, sondern auch die Leistung aller anderen Chips für dünne und leichte Windows-Geräte erreichen oder schlagen.

Bis zu 128 GB RAM

Das Herzstück von RTX Spark ist der GB10-Chip, den Nvidia schon für den DGX Spark nutzt. Der DGX Spark wurde im Vorjahr als „persönlicher KI-Supercomputer“ vorgestellt.

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Der RTX Spark ist für Windows-Notebooks und Mini-PCs gedacht. In der leistungsstärksten Variante hat er 20 CPU-Kerne, die zusammen mit MediaTek gebaut werden, 6.144 GPU-Kerne und 128 GB RAM (LPDDR5X). Die schwächsten Varianten von RTX Spark werden 16 GB RAM haben. Weitere technische Daten zu diesen günstigeren Versionen wurden noch nicht genannt.

RTX Spark Superchip

Leistung

Wie die Chips von Apple und Qualcomm, basiert RTX Spark auf der ARM-Architektur. Das heißt Windows-Software, die nicht speziell dafür optimiert ist, muss emuliert werden. Laut Nvidia sei das aber kein Problem, da Microsofts Emulator Prism bereit für die neuen Nvidia-Chips sei und der RTX Spark ausreichend Leistung zur Verfügung stellen kann.

Nvidia gibt Beispiele, wie hoch diese Leistung mit dem Superchip in der Vollausstattung sein wird. So lässt sich damit eine 90 GB große 3D-Szene rendern, ein Video in der 12K-Auflösung bearbeiten oder aktuelle PC-Spiele, wie „Indiana Jones and the Great Circle“, mit 100 fps bei der Auflösung 1440p spielen. Und das alles mit einem Notebook im Akkubetrieb, das lediglich 14 mm dünn ist.

KI-Agenten lokal am Notebook

Auch für KI-Agenten soll der Superchip besonders gut geeignet sein. Bei Microsofts Hausmesse Build, die diese Woche in San Francisco stattfindet, will man persönliche KI-Agenten zeigen, die auf der Hardware sicher und unter voller Kontrolle des Nutzers laufen. Dadurch würde laut Nvidia ein Paradigmenwechsel bei der Bedienung von PCs stattfinden: User würden keine komplizierten Menüs mehr erlernen müssen und können einfach mit ihrem Computer reden, statt Maus und Keyboard zu verwenden.

Weil es eben KI-Agenten sind, soll das programmübergreifend funktionieren. Als Beispiel nennt Nvidia, dass ein Designer per Spracheingabe Adobe anschaffen kann, aus einer Skizze ein Bild zu machen, das die Basis für ein 3D-Modell ist, aus dem schließlich ein KI-Video entstehen soll. Ein Entwickler könne einfach automatisch das aktuelle GitHub-Projekt überwachen und Fehler darin beheben lassen: Der KI-Agent übernimmt die Tastatur- und Mauseingaben am Notebook und erspart dem Programmierer so langweilige und repetitive Tätigkeiten. Weil RTX Spark diese KI-Tätigkeiten lokal ausführen kann, bleiben die Daten privat und man muss kein Geld für die ständige Nutzung von Online-KI-Modellen ausgeben.

Notebooks mit RTX Spark

Ende des Jahres sollen die ersten Notebooks mit RTX Spark auf den Markt kommen:

  • Asus ProArt P14 und P16
  • Dell XPS 16
  • HP OmniBook X 14 und Ultra 16
  • Lenovo Yoga Pro 9n
  • Microsoft Surface Laptop Ultra
  • MSI Prestige N16 Flip AI+

Dies sei nur der Anfang. Laut Nvidia sind bereits über 30 Laptops und mehr als 10 Desktop-PCs in Arbeit, die RTX Spark nutzen werden.

Teaserbild für das Microsoft Surface Ultra

Preise für die Notebooks gibt es noch nicht, dafür die Information, dass bei allen der Akku den ganzen Tag halten soll. Dies ist natürlich stark von der Nutzung abhängig. Laut Nvidia kann der RTX Spark bis zu 80 Watt Leistung benötigen. Dies könnte den Akku eines größeren Notebooks in gut einer Stunde leersaugen.

Bezüglich der Leistungsfähigkeit will Nvidia noch keinen direkten Vergleich zu Chips von Intel, AMD oder Apple ziehen. Bei der Grafikleistung sei der RTX Spark in etwa auf dem Level der Notebook-Variante der RTX 5070 GPU, sagt Nvidia. Dass RTX Spark mit weiteren GPUs zusammen betrieben wird, etwa in der Form einer externen Grafikkarte, ist nicht vorgesehen. Was die CPU-Leistung angeht, würde RTX Spark mit allem mithalten, was es derzeit für Windows gibt.

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