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Selbstbalancierendes E-Motorrad geht in Massenproduktion

In Singapur verkündete der Hersteller Omoway, dass sein Flagship-Motorrad Omo X nun offiziell in Massenproduktion geht. Das E-Fahrzeug soll das erste seiner Art sein, das selbst die Balance hält und dadurch auch ängstlicheren Fahrern das Motorradfahren schmackhaft machen soll. Zwar gab es schon vorher solche Ideen, die blieben aber immer im Konzeptstadium.

Omo X wurde erstmals im Juli 2025 präsentiert: Es ist mit Features ausgestattet, die man bislang von hochpreisigen E-Autos kennt, die für Motorrädern jedoch Neuland sind. Darunter finden sich ein autonomes Fahrsystem namens „Halo Pit“, automatische Geschwindigkeitsüberwachung, Kollisionswarnung, ein Notbremsassistent und eine Totwinkelüberwachung. Omo X kann angeblich sogar selbstständig zur Ladestation fahren.

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Sein intelligentes Fahrsystem soll außerdem erkennen, wenn eine Straße nass und rutschig ist, und dann ein Antirutsch-System automatisch aktivieren. In einer Presseaussendung spricht Omoway sogar davon, es würde mit seinem KI-System Motorräder „von traditionellen Fahrzeugen in ‚MotoRoboter‘ verwandeln“.

Preise fürs Design

Auch das Design des Omo X ist erfrischend: Mit seinen kantigen Formen erinnert das schnittige Motorrad an eine Mischung aus der CE-Serie von BMW und einem klassischen Piaggio Hexagon. Für sein Design bekam Omoway schon den iF Design Award und den BDA Award, 2 renommierte Designpreise.

Das Motorrad wurde bereits mit Design-Preisen ausgezeichnet.

Premiere auf Bali und Java 

Den Vorverkaufsstart für Omo X plant Omoway Ende April in Indonesien. Offiziell am Markt sein soll es dort ab Ende Mai. Das ist kein Zufall – denn es ist einer der größten Märkte. Laut offiziellen Schätzungen besitzen bis zu 85 Prozent der Indonesier Mopeds oder Motorräder.

Mit 280 Mio. Einwohnern ist der Inselstaat das viertbevölkerungsreichste Land der Erde. Heuer löste die Hauptstadt Jakarta Tokio als die bevölkerungsreichste Stadt der Welt ab. Es macht also Sinn für Omoway, sein Motorrad dort als Erstes zu verkaufen. Das Unternehmen konnte nach einigen Angaben bereits ein Netz aus Verkaufspartnern auf den Inseln Java und Bali aufbauen.

Ob das E-Motorrad bei der dortigen Kundschaft aber ankommt, ist eine andere Frage: Während das raffinierte und futuristische Design sowie die Software anderswo für Begeisterung sorgt, gibt es in Südostasien eine Motorradkultur, die eher Robustheit und geringere Wartungskosten schätzt, was auch einem niedrigen Lohnniveau geschuldet ist.

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Omoways Gründer waren vorher bei XPeng

Ein offizieller Verkaufspreis für Omo X wurde noch nicht genannt. Frühere Schätzungen gingen aber von einem Preis in Indonesien von umgerechnet rund 3.500 Euro aus. Ob das Omo X jemals in Europa auf den Markt kommt, ist unklar. 

Die Präsentation in Singapur wurde unter anderem von einer Tanzshow begleitet. Die spektakuläre Show ist kein Zufall: Omoway wurde von Ex-Mitarbeitern des chinesischen E-Autoherstellers Xpeng gegründet und betreibt sein größtes Entwicklungszentrum im chinesischen Guangzhou, während sich die Hauptniederlassung des Unternehmens in Singapur befindet. In China werden Autos oft durch spektakuläre Live-Shows oder Videos mit Stunts beworben. 

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