DigHum: Konferenz für digitalen Humanismus in Wien
Bereits zum 2. Mal findet in Wien die Digital Humanism Conference (DigHum) statt. Ausgerichtet wird das 3-tägige Event in den Räumlichkeiten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in der Wiener Innenstadt.
Der Fokus liegt dieses Jahr auf Orientierung in turbulenten Zeiten und was wir konkret tun können, damit Technologien zum Wohle der Menschheit entwickelt werden. Expertinnen und Experten diskutieren Fragen der Souveränität, Demokratie und Solidarität im digitalen Zeitalter. Im Publikum sind alle willkommen, die sich für eine gute digitale Zukunft interessieren – von Bürgerinnen und Bürgern über Forscherinnen und Forscher, bis hin zu Vertreterinnen und Vertretern von Politik, NGOs und Unternehmen.
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KI für das Gemeinwohl
Die Konferenz startet mit einer öffentlichen Filmvorführung im Gartenbaukino am Mittwoch, 24. Juni. Gezeigt wird der Essay-Dokumentarfilm Ghost in the Machine von Valerie Veatch, die darin die philosophischen, kulturellen und politischen Kräfte hinter dem KI-Boom beleuchtet.
In der Eröffnungs-Keynote am Donnerstag, 25. Juni, wird Rumman Chowdhury über die Zukunft der Intelligenz sprechen. Die Sozialwissenschafterin hat die NGO „Humane Intelligence“ gegründet, die sich damit befasst, wie KI für das Gemeinwohl eingesetzt werden kann. Außerdem war sie unter Präsident Joe Biden als wissenschaftliche Diplomatin für KI-Themen tätig.
Künstliche Intelligenz wird im Laufe der Konferenz noch öfter thematisiert, etwa in einem Vortrag zum wirtschaftlichen Wert von Wirtschaftsprofessorin Cecilia Rikap (University College London) oder einem Panel zur Geopolitik der Technologie. Dabei diskutieren Joanna J. Bryson, Technologieethik-Professorin an der Hertie School, Dario Guarascio, Wirtschaftspolitikprofessor an der Sapienza-Universität in Rom und Francis Saa-Dittoh von der University for Development Studies.
Vergangenes Jahr ging es um die Gestaltung unserer digitalen Zukunft.
© DigHum
Selbst aktiv werden
Am Freitag dreht sich das Programm viel um Teilhabe und Verantwortung. Auf einem Panel zu digitaler Souveränität in der Praxis berichten Nicole Beckendorf vom Open-Source-Programm des Bundeslands Schleswig-Holstein, Cristina Caffara, Gründerin der EuroStack Initiative, sowie Nicolas Stocker vom Österreichischen Bundesheer von ihren Erfahrungen. Ein weiteres Highlight ist die Keynote des Cybersecurity-Experten Bruce Schneier.
Die Konferenz will Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu anregen, über bloße Kritik an Technologien hinaus, selbst aktiv zu werden. Das vollständige Programm findet ihr hier.
Tickets
Tickets sind über die offizielle Webseite der Konferenz erhältlich. Das 2-Tages-Ticket kostet 130 Euro, das Ein-Tages-Ticket 75 Euro. Studierende zahlen 80 Euro bzw. 45 Euro. Das Kinoticket für den ersten Abend ist jeweils inklusive.