Donut Lab versucht Betrugsvorwurf zu "Wunderakku" zu widerlegen
Das finnische Startup Donut Lab sorgte Anfang Jänner für Aufregung. Auf der Elektronikmesse CES erklärte das Unternehmen, dass sein Feststoffakku serienreif sei und noch im ersten Quartal 2026 am Markt sein würde. Außerdem wurden überragende Leistungsmerkmale für den Akku versprochen.
Donut Lab will damit also etwas gelungen sein, an dem alle anderen Batteriehersteller sich die Zähne ausbeißen. Die Reaktionen aus der Branche ließen nicht lange auf sich warten. Hongxing Yang, CEO des chinesischen Batterieherstellers Svolt, bezeichnete die Technologie als „Scam“, wie Car News China meldete.
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Diesen und viele weitere Betrugsvorwürfe wollte Donut Lab nicht auf sich sitzen lassen und hat nun das finnische Forschungsinstitut VTT engagiert, seinen Feststoffakku unabhängig zu überprüfen. Erste Ergebnisse wurden unter idonutbelieve.com veröffentlicht, weitere sollen scheibchenweise folgen.
Voll geladen in 5 Minuten
Laut Donut Lab ist der Wunderakku außerordentlich leistungsstark: 400 Wh/kg Energiedichte sollen größere Reichweite, leichtere Strukturen und ungeahnte Flexibilität im Fahrzeug- und Produktdesign ermöglichen.
Der Feststoffakku soll innerhalb von 5 Minuten voll geladen werden können, erreicht also 11C. Außerdem soll er 100.000 Ladezyklen überstehen, ohne nachzulassen.
Sicher und leistbar
Die Sicherheit sei hoch, so das Unternehmen weiter: „Keine entflammbaren flüssigen Elektrolyte, kein Thermal Runaway und keine metallischen Dendriten.“ Bei letzterem handelt es sich um winzige Strukturen, die in Lithium-Batterien Kurzschlüsse verursachen können.
Außerdem seien die Materialien für den Akku „geopolitisch sicher“ und reichlich vorhanden. Die Kosten seien niedriger als bei Lithium-Ionen-Akkus.
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Fast Charging
Im unabhängigen VTT-Test wurde nun bestätigt, dass eine Zelle der Donut-Lab-Batterie tatsächlich problemlos mit Ladegeschwindigkeit 5C (also binnen 12 Minuten) und 11C (also binnen 5 Minuten) geladen werden kann. Nach 9 Minuten der 5C-Aufladung war die volle Kapazität zur folgenden Entladung vorhanden. Nach 3 Minuten der 11C-Aufladung standen mindestens 98,4 Prozent der vollen Kapazität zur Verfügung.
Um das Temperaturmanagement unter realitätsnäheren Bedingungen zu überprüfen, gab es 2 Testrunden. Zunächst kam die Batteriezelle mit 2 Heatsinks zum Test, später nur mit einem Heatsink auf der Unterseite. In keinem Szenario überschritt die Temperatur der Batterie 90° Celsius.
Test nur mit einzelner Batteriezelle
Wie Donut-Lab-CTO Ville Piippo im Video erklärt, haben die Batteriezellen eine große Komfortzone, was Temperaturen und Ladegeschwindigkeiten betrifft. Allerdings handle es sich nur um eine Zelle, und keine ganze Batterie.
Die Ergebnisse ließen sich dennoch übertragen, denn: „Anders als andere Feststoffbatterien, die hohen Druck erfordern und während der Ladezyklen Volumenänderungen von bis zu 15-20 Prozent durchlaufen, braucht die Donut-Batterie keine spezielle Kompression oder umfangreiche Kühlung“, betont der CTO in einer Aussendung.
Kommende Woche will Donut Labs den nächsten VTT-Testbericht veröffentlichen, um die technische Ausgereiftheit seines Feststoffakkus zu beweisen. Die ersten E-Motorräder von Verge, die mit dem „Wunderakku“ ausgestattet sind, sollen noch innerhalb des nächsten Monats ausgeliefert werden.
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