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Neuartiger Bohrer soll Erdwärme überall möglich machen

Das Unternehmen GA Drilling aus der Slowakei hat 2 neue Technologien vorgestellt, die das Bohren in Tiefen von bis zu 10 Kilometern billiger machen sollen. Ziel des Unternehmens ist es, damit Geothermie überall auf der Welt zu ermöglichen.

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Idealerweise wird bei der tiefen Geothermie bis zu 150 Grad heißes Thermalwasser aus der Erde in Strom oder Wärme umgewandelt. Um diese Erdschichten zu erreichen, muss man einige Kilometer tief bohren. Je nach Standort sind 3.000, 5.000 oder sogar 10.000 Meter tiefe Bohrungen notwendig.

Vibrationsdämpfer für längeres Bohren

Ein Problem bei solchen Bohrungen: Je tiefer gebohrt wird, desto stärker vibriert der Bohrkopf, was zu Verschleiß führt. Das 1994 gegründete Unternehmen GA Drilling entwickelte daher eine mobile Verankerung, die den rotierenden Bohrkopf stabilisiert. Dadurch kann der Bohrkopf länger eingesetzt und somit tiefer gebohrt werden.

Plasmabohrer für hartes Gestein

Die zweite Innovation soll bei besonders hartem Gestein eingesetzt werden. Ein rotierender Lichtbogen am unteren Ende eines Bohrers erreicht dabei eine Temperatur von etwa 6.000 Grad Celsius, wodurch das Gestein durch die Hitze quasi aufgesprengt wird. Die Gesteinsfragmente werden anschließend mit Wasser unter hohem Druck aus dem Plasmabohrer herausgespült.

Die erste Testbohrung mit dem System hat GA Drilling bereits im US-Bundesstaat Texas durchgeführt. "Das ist der Beginn einer neuen Ära für die gesamte Geothermiebranche, um ein entscheidender Akteur im Energiemix zu werden", sagt Igor Kocis, Gründer und CEO von GA Drilling in einer Aussendung.

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