Science

Extrem seltener Glas-Oktopus von Roboter gefilmt

Der Glas-Oktopus ist - wie der Name vielleicht vermuten lässt - ein weitgehend transparenter Kopffüßer, der in den Tiefen des Ozeans lebt. Durch seine Haut kann man direkt auf die Organe des Wesens blicken, z.B. auf Nerven oder den Verdauungsapparat. Einer Expedition zu den Phoenix-Inseln östlich von Kiribati hat Glück gehabt und gleich zweimal einen Glas-Oktopus gesichtet. Das hat das Schmidt Ocean Institute nun wenige Tage nach ihrer Rückkehr in einer Presseaussendung verkündet.

Seesterne, die Korallen fressen

Bei der 34-tägigen Expedition wurden auch andere Entdeckungen gemacht, die die Biodiversität von unerforschten Tiefseebergen zeigen. Unter anderem wurde ein seltener Walhai entdeckt, der in der Tiefsee lebt, oder auch Seesterne, die sich von Korallen ernähren. Dabei wurde die erste umfassende Studie darüber angelegt, wie die Korallen mit diesem Fressfeind umgehen und wie sie auf Verwundungen reagieren.

Die Unterwasseraufnahmen wurden durch den Roboter "SubAstian" angefertigt. Er kann in eine Tiefe von bis zu 4500 Meter vordringen.

"Wunder, die wir uns nie vorgestellt hätten"

"Der Ozean hält Wunder und Versprechungen bereit, die wir uns nie vorgestellt hätten, geschweige denn entdeckt", meint Wendy Schmidt, die Mitgründerin des Schmidt Ocean Institute. "Expeditionen wie diese zeigen uns, warum wir unsere Anstrengungen verstärken müssen, um marine Ökosysteme besser zu verstehen und wiederherzustellen - denn die große Kette des Lebens beginnt im Ozean und ist wichtig für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschheit."

Das Schmidt Ocean Institute ist eine private Non-Profit-Organisation, die 2009 von Wendy und Eric Schmidt gegründet wurde. Eric Schmidt war langjähriger Google-CEO.

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