B2B
09/22/2016

Apple will auch Motorrad-Start-up kaufen

McLaren hat Übernahmegerüchte durch Apple dementiert. Der iPhone-Hersteller dürfte aber auch an weiteren Fahrzeugherstellern Interesse haben.

Apple sei in Gesprächen über den Kauf des Start-ups Lit Motors aus San Franscisco, berichtete die „New York Times“ am Mittwoch. Lit Motors entwickelt selbstbalancierende elektrische Motorräder. Laut der Zeitung hat Apple bereits mehrere frühere Mitarbeiter des Start-ups abgeworben.

McLaren-Dementi

Der Sportwagenhersteller McLaren hat unterdessen dementiert, dass das Unternehmen Gespräche mit Apple über mögliche Investitionen führe. Über solche wurde zuvor unter anderem von der „Financial Times“ berichtet. Im Gespräch seien eine komplette Übernahme oder eine strategische Beteiligung, schrieb die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen.

Apple hält sich bedeckt

Über Apples Pläne für das Autogeschäft wird schon seit Anfang 2015 spekuliert, während der Konzern selbst sich dazu bedeckt hält. Zuletzt hieß es in Medienberichten, der Fokus verlagere sich eher auf die Entwicklung von Software für Roboterwagen statt der ursprünglichen Pläne für den Bau eines eigenen Elektro-Autos. Das gebe Apple aber mehr Flexibilität, wenn der Konzern sich doch dafür entscheide, sich mit einem etablierten Autobauer zusammenzutun oder einen zu kaufen, schrieb der Finanzdienst Bloomberg im Juli.

Zuletzt hieß es, Apple habe angefangen, selbstfahrende Autos zu testen. Die Roboterwagen seien auf eingeschränkten Strecken in abgeschirmter Umgebung unterwegs. In diesem Jahr investierte Apple bereits überraschend eine Milliarde Dollar in den chinesischen Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing. Konzernchef Tim Cook sprach von einer strategischen Investition in den Uber-Konkurrenten.

Milliarden-Reserven

Apple sitzt auf Geldreserven von 230 Milliarden Dollar. Über 90 Prozent davon lagern außerhalb der USA, vor allem in Irland. Die EU-Kommission forderte von Apple gerade erst, potenziell mehr als 13 Milliarden Euro Steuern an Irland nachzuzahlen, weil die Steuervereinbarungen mit dem Land als illegale Beihilfe eingestuft wurden.