Eine Person steht vor einer großen digitalen Tafel mit zahlreichen Aktienkursen und Finanzdaten in Blau und Rot (Symbolbild)
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IWF warnt vor “systemischem” Schock für Finanzsystem durch KI

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt in einem aktuellen Bericht vor den wachsenden Gefahren durch Künstliche Intelligenz. Laut der Analyse könnten extreme Vorfälle zu massiven Liquiditätsengpässen führen, die Solvenz von Institutionen gefährden und weitreichende Marktstörungen auslösen. Das könnte zu einer Art systemischen Schock führen. Davon berichtet die Nachrichtenagentur AFP

Besonders die hohe Vernetzung innerhalb des globalen Finanzsystems stellt ein Risiko dar, da fortschrittliche KI-Modelle in der Lage sind, Zeitaufwand und Kosten für das Aufspüren und Ausnutzen von Sicherheitslücken drastisch zu reduzieren.

Ein konkretes Beispiel lieferte zuletzt das KI-Unternehmen Anthropic. Dessen noch nicht veröffentlichtes Modell mit dem Namen Mythos erwies sich in Tests als außergewöhnlich effizient darin, Schwachstellen zu identifizieren, die den Entwicklern und Nutzern zuvor unbekannt waren. In den Händen von Angreifern gelten solche sogenannten Zero-Day-Lücken als besonders gefährlich.

Keine ausreichende Vorbereitung

IWF-Chefin Kristalina Georgieva mahnte bereits an, dass das System derzeit nicht ausreichend auf diese Bedrohungen vorbereitet sei. Die Risiken seien systembedingt, beträfen alle Sektoren und könnten sich schnell verbreiten. Die Abhängigkeit von einer kleinen Anzahl von Plattformen und Cloud-Anbietern würde die Auswirkungen einer ausgenutzten Schwachstelle wahrscheinlich verstärken.

Da eine vollständige Abwehr von Angriffen laut dem Bericht kaum garantiert werden kann, müsse die Priorität auf der Resilienz der Systeme liegen. Es gelte, Mechanismen zu schaffen, die die Ausbreitung von Vorfällen begrenzen und eine schnelle Wiederherstellung des Betriebs ermöglichen, um die Stabilität der Märkte langfristig zu sichern.

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