Die Ring Doorbell an einer Haustür
Warum TikToker dazu aufrufen, Amazons Ring-Kameras zu zerstören
“Zerschlagt eure Ring-Türklingeln” fordert der TikToker und Aktivist Guy Christensen seine Follower auf. Damit ist er nicht allein. Auch auf anderen Plattformen wie Reddit oder Bluesky wird dazu aufgerufen, sich von den Überwachungskameras zu befreien.
Der Grund dafür ist, dass das Unternehmen Ring schon im Oktober eine Partnerschaft mit dem Überwachungsnetzwerk “Flock Safety” verkündet hat. Dadurch sollen auch Strafverfolgungsbehörden bei laufenden Ermittlungen Zugriff auf das Bildmaterial haben, wie futurism berichtet hat.
Hilfe für Behörden
Ring rechtfertigte die Partnerschaft mit Flock damals damit, dass Nachbarn dadurch die Möglichkeit haben, während einer laufenden Ermittlung Videoaufnahmen an die lokalen Behörden weiterzugeben. “Allerdings nur, wenn sie das möchten”, so das Unternehmen.
404 media berichtete ebenfalls im Oktober, dass Behörden wie ICE, die Navy oder der Secret Service auf das Material, das mit den KI-gestützten Kameras aufgenommen wurde, zugreifen können. Die Recherche basierte auf einem Brief des Senators Ron Wyden, aus dem hervorgeht, dass die Behörden im Rahmen eines Pilotprojekts bereits mehr Zugriff hatten, als bisher angenommen. Demnach führten die Behörden mehrere hunderte Abfragen durch, teils auch ohne richterliche Anordnung.
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Aufruf zur Zerstörung der Kameras
Angesichts der aktuellen Lage wollen Influencer wie Christensen Ring-Nutzer davon überzeugen, ihre Geräte zu zerstören. Nur so könne man den Behörden das Bildmaterial entziehen, das für Abschiebungen oder Verhaftungen genutzt werde.
Christensen sagt in seinem Video: “Amazon ist Eigentümer von Ring und hat beschlossen, die von euren Haustüren gesammelten Überwachungsdaten an ICE und Flock Safety weiterzugeben, um die Überwachung der amerikanischen Bevölkerung zu verstärken”.
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Ring dementiert Vorwürfe
Ein Sprecher von Ring widerspricht diesen Vorwürfen. Er erklärte, dass es noch keine Zusammenarbeit zwischen Flock und Ring gebe, berichtet The Verge. Auch wenn es soweit sei, hätten Behörden wie ICE nicht automatisch Zugriff darauf.
Er sagt aber auch: „Wie alle Unternehmen kann Ring rechtlich gültige und verbindliche Auskunftsersuchen von Strafverfolgungsbehörden erhalten, beispielsweise Durchsuchungsbefehle, Vorladungen oder Gerichtsbeschlüsse. Wir geben keine Kundeninformationen weiter, es sei denn, wir sind gesetzlich dazu verpflichtet oder es liegt ein seltener Notfall vor, in dem eine unmittelbare Gefahr für Leben oder Gesundheit besteht.“
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