© APA/dpa/Oliver Berg / Oliver Berg

Digital Life
04/10/2019

Brite hat Pornoseiten-Besucher um mehr als 500.000 Euro erpresst

Der Hacker hat mit Ransomware die Computer seiner Opfer gesperrt und sich als Behörde ausgegeben, um "Strafen" zu kassieren.

Ein britischer Hacker (24) hat Besucher einer Porno-Webseite weltweit um mehr als eine halbe Million Euro erpresst - dafür muss er nun für sechs Jahre und fünf Monate ins Gefängnis. Ein Gericht in London verhängte diese Strafe am Dienstag.

Der Verurteilte habe Kontakte zu Kriminellen in Russland gehabt und sei Teil einer "ausgefeilten organisierten Gruppe" gewesen, die Internetnutzer "in der ganzen Welt terrorisiert" habe, sagte Staatsanwalt Russell Tyner. Die Hacker hätten Schadsoftware eingesetzt, die den Browser der Besucher pornografischer Seiten gesperrt habe.

Der Verurteilte habe seinen Opfern Mitteilungen geschickt, die von Behörden zu stammen schienen und sie solange erpresst, bis sie die vermeintlichen Strafen gezahlt hätten, hieß es weiter. Obwohl die Betroffenen keine Verbrechen begangen hätten, hätten viele aus Scham gezahlt, so die Staatsanwaltschaft.

Der frühere Student verdiente den Angaben zufolge mehr als 500.000 Pfund (etwa 580.000 Euro) an den Erpressungen. Er habe dann Cyber-Kriminelle unter anderem in China und den USA kontaktiert, um das erpresste Geld zu waschen.