Silberpfeil in der U4-Station Braunschweiggasse.
Google Maps zeigt an, ob ihr hinten oder vorne in die U-Bahn einsteigen müsst
Update, 16.12.2025: Statement der Wiener Linien ergänzt
Google Maps ist eine große Hilfe, wenn man sich in einer fremden – oder seien wir ehrlich, auch der eigenen – Stadt orientieren muss. Doch wirkliches Insiderwissen, z. B. welche Fußgängerampeln schneller umschalten, oder wo man am besten in eine U-Bahn einsteigt, um beim Umstieg flotter zu sein, konnte die App bisher nicht liefern.
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Zumindest Letzteres scheint Google Maps jetzt für das Wiener U-Bahn-System teilweise anzuzeigen. So rät einem die Navigation z. B. in Heiligenstadt hinten in die U4 einzusteigen, wenn man am Schwedenplatz in die U1 wechseln will.
Google Maps empfiehlt in Heiligenstadt ganz hinten in die U4 zu steigen.
© Screenshot
„Vorne“, „Mitte“ oder „Hinten“ einsteigen
Dabei zeigt Google Maps jedoch nicht die einzelnen U-Bahn-Waggons an, die es bei den älteren Silberpfeil-Zügen der U4 noch gibt. Stattdessen sieht man in der Wegbeschreibung nur eine dreigeteilte Illustration mit englischer Beschriftung: „rear“, „middle“ und „front“.
Bei Straßenbahnen und S-Bahnen scheint das Feature nicht verfügbar zu sein. Die empfohlene Einstiegsposition wird auch nicht bei allen U-Bahn-Knotenpunkten angezeigt. Beim Wechsel von U6 auf U3 am Westbahnhof oder von U4 auf U3 in Wien Mitte/Landstraße fehlt der entsprechende Hinweis beispielsweise.
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Wiener Linien nicht erfreut
Auf futurezone-Anfrage erklären die Wiener Linien, dass sie derzeit keine Daten zur Verfügung stellen, die in Google Maps anzeigen, an welcher Stelle bei einem Umstieg in die U-Bahn eingestiegen werden soll. Der Verkehrsbetrieb sieht das Feature auch als „nicht zielführend“ an.
„Im Gegenteil: Wir sehen einen starken Fokus auf einzelne Einstiegsbereiche – etwa das Zugende – kritisch, da er zu ungleichmäßiger Auslastung führt und den Fahrgastwechsel verzögern kann. Ziel der Wiener Linien ist es, die Fahrgäste dazu zu ermutigen, alle Einstiege zu nutzen und sich gleichmäßig im Fahrzeug zu verteilen.“
Aus diesem Grund zeigen die neuen Bahnsteigtüren der U2 in Echtzeit an, an welchen Stellen in der kommenden U-Bahn noch Platz ist. Das trage zu einem stabileren Betrieb bei, so die Wiener Linien.
In Washington DC und Tokio
Die Funktion dürfte nicht ganz neu sein und von der Datenlage im entsprechenden Verkehrsnetz abhängig sein. Auf Reddit teilte ein Nutzer einen Screenshot mit Umstiegstipps für Washington DC:
Auch in Tokio gibt es das Feature. Hier sind sogar die einzelnen Waggons eingezeichnet.
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