Viele Influencer sind mittlerweile KI-generiert, ohne, dass wir es merken. (Symbolbild)
Folgt ihr einer KI? Instagram will euch darauf hinweisen
Still und oft unbemerkt wurde Instagram in den vergangenen Monaten von einer Schwemme neuer Accounts heimgesucht. Viele der neuen Influencer sehen aus wie Menschen, tatsächlich sind sie aber KI-generiert. Weil die Bild- und Videogeneratoren mittlerweile sehr realistische Ergebnisse liefern, folgen vermutlich nicht wenige von uns bereits Profilen, hinter denen sich tatsächlich KI verbirgt.
Instagram gab am Mittwoch offiziell bekannt, ab sofort ein Label zu testen, mit dem Betreiber ihre Accounts als „AI Creator“ kennzeichnen können. Das Label soll oben im Profil und bei Postings angezeigt werden.
Derzeit testet Meta das Label allerdings nur, und nicht allen Nutzern steht es zur Verfügung. „Aber wir werden das Feature in den kommenden Wochen weiter ausrollen“, sagt Instagrams Creator-Sparte in einem Post. Die Kennzeichnung ist allerdings freiwillig.
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Täuschung ist Geschäftsmodell
Ob das im Sinne der Nutzer ist? Die KI-Accounts sind mittlerweile sehr überzeugend und punkten mit Inhalten, die auf Reichweite optimiert sind, sodass sie nur Wochen nach der Anmeldung bereits Hunderttausende Follower erreichen. So wie folgendes Profil, das mit großer Wahrscheinlichkeit KI-generiert ist:
Den Betreibern dürfte es oft ums Geld gehen – sie verlinken auf Bezahlangebote wie Spotify-Profile mit KI-generierter Musik, wo sie dann mit den Streams verdienen. Auch auf OnlyFans-ähnliche Plattformen verlinken die KI-Profile teilweise. Sie dürften dabei nicht unbedingt ein Interesse haben, die KI-Inhalte zu kennzeichnen – Täuschung ist Teil des Geschäftsmodells.
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Wunsch nach Kennzeichnung
Dabei würden sich viele Nutzer eigentlich keine freiwillige, sondern eine verpflichtende Kennzeichnung wünschen, auch um solchen Inhalten aus dem Weg zu gehen. Der Top-Kommentar unter der offiziellen Ankündigung von Instagram zu dem neuen Label ist etwa: “Kann ich dann Accounts ausblenden, die KI verwenden? Das wäre perfekt.„
Die EU schreibt übrigens ab August 2026 die Kennzeichnung von derartigen Inhalten teilweise vor. Im Europäischen Wirtschaftsraum soll KI-generierter Content dann gekennzeichnet werden, wenn er aussieht wie echt. Es wird aber auch Schlupflöcher geben – und außerdem lässt sich schwer kontrollieren, was die Algorithmen aus dem Ausland in unsere Feeds schwemmen.
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