OpenAI dreht seine Video-KI-App Sora ab
OpenAI hat angekündigt, seine Video-KI-App Sora einzustellen. Genauere Angaben, wann und warum der sowohl die App als auch die API abgedreht werden, machte der ChatGPT-Entwickler bisher aber nicht.
Mit der App konnten kurze Videos anhand von Texteingabe erstellt werden. Das erstmals 2024 vorgestellte Modell Sora erregte viel Aufsehen und wurde zum Teil als zukunftsweisend für das Videogeschäft bezeichnet, da sie täuschend echt aussehende Umgebungen und Personen produziert.
➤ Mehr lesen: Video-KI Sora liefert gruselige und beeindruckende Clips
Mit einer eigenständigen App bekamen Nutzer vor einem halben Jahr auch die Möglichkeit, selbst in den Videos aufzutauchen. Sora brachte in den vergangenen Monaten viele mit Hilfe Künstlicher Intelligenz generierte Videos hervor, die sich über soziale Netzwerke verbreiteten.
➤ Mehr lesen: OpenAIs TikTok-Konkurrent macht Deepfakes von euren Freunden
Keine ChatGPT-Integration
Vergangene Woche wurden Gerüchte laut, OpenAI plane aus ChatGPT eine "Super-App" zu machen. In einer internen Nachricht an die Mitarbeiter soll die für die App-Entwicklung zuständige OpenAI-Managerin Fidji Simo mitgeteilt haben, dass die Fragmentierung in zu viele einzelne Anwendungen die Bemühungen der Firma ausbremst. Das berichteten das Wall Street Journal und CNBC.
Die Vermutung lag also nahe, dass Sora direkt in ChatGPT integriert wird. Allerdings berichtet das Wall Street Journal, dass es laut OpenAI-Chef Sam Altman keine solchen Pläne gibt.
Verlustgeschäft
OpenAIs Sora-Verantwortlicher Bill Peebles hatte bereits im Oktober 2025 über X erklärt, dass Sora ein Verlustgeschäft ist. Er nannte die App in der aktuellen Form "vollkommen untragbar". Millionen schnell und schlecht produzierte KI-Slop-Videos fluteten die sozialen Medien, was OpenAI schnell dazu bewegte, eine Bezahlschranke einzuführen.
Keine Milliarde von Disney
Mit dem Aus für Sora werde auch ein im Dezember vereinbarter Milliarden-Deal mit Disney hinfällig, berichtete das Branchenblatt "Hollywood Reporter". Disney hatte damals angekündigt, eine Milliarde Dollar in OpenAI zu investieren und Figuren des Konzerns wie Micky Maus und Iron Man in die Videos einbauen zu lassen.
Kommentare