Ein Smartphone mit Firefox Logo

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Digital Life

Massive Kritik an Mozillas Firefox-Strategie

Mozillas frisch angetretener CEO Anthony Enzor-DeMeo will Firefox in den nächsten 3 Jahren in einen KI-Browser verwandeln, wie er in einem Blogpost verraten hat. Sein Ziel sei, Mozilla zum “weltweit vertrauenswürdigste Softwareunternehmen” zu machen. 

Die Begeisterung über die KI-Pläne des Mozilla-CEOs hält sich in Grenzen. Obwohl das Feature optional sein soll, haben sich bereits jetzt viele Nutzerinnen und Nutzer über den KI-Fokus beschwert, wie Windows Central berichtet. 

Mozilla-CEO Enzor-DeMeo

Mozilla-CEO Enzor-DeMeo

Verärgerte Nutzerinnen und Nutzer 

Im vergangenen Monat hatte Mozilla mit „AI Window“ einen Ausblick auf diesen neuen Ansatz gegeben. Dabei handelt es sich um einen integrierten digitalen Assistenten für den Firefox-Browser, der bald verfügbar sein wird und deaktiviert werden kann. 

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Darauf reagierten User folgendermaßen: “Bitte verwandeln Sie Firefox nicht in einen KI-Browser. Das ist ein guter Weg, uns zu Alternativen zu drängen”, schreibt ein Nutzer auf X als Reaktion auf die Ankündigung von Mozilla. Ein anderer X-User schreibt: “Ich habe noch nie ein Unternehmen gesehen, das so erstaunlich realitätsfern ist.” 

Damit beziehen sie sich darauf, dass viele Firefox-Nutzerinnen und -Nutzer den Browser wählen, weil die Konkurrenz immer mehr auf KI setzt. Firefox-Nutzerinnen sind außerdem dafür bekannt, dass sie großen Wert auf Datenschutz legen.  

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Ausschaltknopf für KI-Funktion

Mozilla schien mit Reaktionen dieser Art gerechnet zu haben. Denn gleich zu Beginn wurde auch betont, dass das KI-Feature mit einem Ausschaltknopf ausgestattet sein soll. „Die Menschen wollen Software, die schnell und modern ist, aber auch ehrlich in Bezug auf ihre Funktionen. Sie wollen verstehen, was passiert, und echte Wahlmöglichkeiten haben”, so Enzor-DeMeo. 

Mozilla will aber nicht nur Firefox zu einem AI-Browser machen, sondern auch neue Softwareprodukte liefern. „In den nächsten 3 Jahren bedeutet das, in KI zu investieren, die dem Mozilla-Manifest entspricht. Es bedeutet, die Einnahmen über die Suche hinaus zu diversifizieren“, so der Mozilla-CEO. Im Mozilla-Manifest erklärt das Unternehmen, dass es sich z. B. für digitale Inklusion einsetzt und „Austausch auf Augenhöhe, Menschenwürde und Meinungsfreiheit” fördern will. Außerdem soll das Gemeinwohl, kritisches Denken und nachprüfbare Fakten gefördert werden.

Drang zur KI

Um relevant zu bleiben, müsse Mozilla am Markt erfolgreich sein. Und der drängt in allen Bereichen, auch bei Browsern, immer stärker Richtung KI.

Die Organisation droht damit aber auch ihre Fans zu vergraulen. Sie nutzen Firefox häufig gerade weil der größte Konkurrent Chrome in Datenschutzfragen als weniger vertrauenswürdig gilt. KI-Browser haben allerdings in der Vergangenheit mehrmals in Sachen Sicherheit und Datenschutz Negativschlagzeilen gemacht.

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