Windrad im Offshore-Windpark Thor

Windrad im Offshore-Windpark Thor

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Neu errichtetes Windrad verspricht “grüner” zu sein als andere

Der Energiekonzern RWE hat ein Offshore-Windrad installiert, deren konstruktionsbedingte Umweltbilanz deutlich besser sein soll als bei herkömmlichen Anlagen. Maßgeblich dafür sind die Türme, die aus kohlenstoffärmerem Stahl bestehen, sowie recycelbare Rotorblätter.

Bis Ende 2026 sollen in dem Park insgesamt 72 Turbinen mit einer Leistung von jeweils bis zu 15 Megawatt errichtet werden. Das Vorhaben vor der dänischen Westküste wird als Gemeinschaftsprojekt zwischen RWE und Norges Bank Investment Management realisiert.

Grüner Stahl

Der für die Turmsegmente verwendete Stahl verursacht laut Herstellerangaben mindestens 63 Prozent weniger CO2-Emissionen als herkömmlich produziertes Material. Erreicht wird diese Reduktion durch einen Produktionsprozess, bei dem unter anderem Schrottstahl in Elektroöfen verarbeitet wird, die mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben werden.

Zusätzlich zum CO2-reduzierten Stahl kommen bei 40 der 72 Turbinen spezielle „RecyclableBlades“ zum Einsatz. Diese Rotorblätter verwenden ein neuartiges Harz, das es ermöglicht, die Verbundwerkstoffe am Ende ihrer Lebensdauer effizient voneinander zu trennen. Die zurückgewonnenen Materialien können anschließend in anderen Branchen, etwa der Automobilindustrie, wiederverwendet werden. 

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Schwieriges Recycling von Rotorblättern

Das Recycling von Windrad-Rotorblättern gilt in der Regel als schwierig. Grund dafür ist ihre Zusammensetzung: Ein Mix aus Glas- oder Kohlenstofffasern, der durch duroplastische Harze untrennbar miteinander verbunden wurde. Im Gegensatz zu Metallen lassen sich diese Verbundwerkstoffe nicht einfach einschmelzen.

Das führte dazu, dass alte Rotorblätter in der Vergangenheit teilweise einfach in Zementwerken verbrannt wurden. Teilweise wurden sie auch vergraben.  In Österreich wird daran geforscht, aus ihnen nachhaltige Radwegbrücken zu machen. Auch das ist naheliegend, da sich die Rotorblätter besonders durch eine extreme Robustheit und Langlebigkeit auszeichnen. 

Planmäßiger Ablauf

Das Bauvorhaben im Windpark Thor verläuft laut dem Unternehmen planmäßig, nachdem im vergangenen Jahr bereits das Umspannwerk und die Fundamente fertiggestellt wurden. Die erste Anlage hat bereits Strom in das dänische Netz eingespeist.

Nach der für 2027 geplanten vollständigen Inbetriebnahme wird das Kraftwerk mit einer Gesamtkapazität von 1,1 Gigawatt rechnerisch mehr als eine Million dänische Haushalte mit grünem Strom versorgen können.

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