Ein taiwanesischer Hochgeschwindigkeitszug.
Student stoppte Schnellzug mit Funkgerät
Die Taiwan High Speed Rail verbindet die Hauptstadt Taipeh im Norden mit der rund 350 Kilometer entfernten Stadt Kaohsiung im Süden. Für die Strecke an der Westküste der Insel brauchen die Hochgeschwindigkeitszüge normalerweise 1,5 bis 2 Stunden.
Am späten Abend des 5. April hatten 4 Züge aber überraschenderweise 48 Minuten Verspätung, wie die Taipei Times berichtet. In anderen Medienberichten ist von 3 Zügen und weniger Verzögerung zu lesen. Wie sich herausstellte, hatte offenbar ein 23-jähriger Student mit eigenem Funkequipment ein Alarmsignal ausgesendet, weshalb die Züge manuell gestoppt wurden, so The Register. Zu Schäden oder Verletzten ist nichts bekannt.
Zugang zu Bahn- und Feuerwehr-Frequenzen
Der Student, der in Medienberichten als Funk-Enthusiast beschrieben wird, hat zunächst die Signale der Bahngesellschaft analysiert und seine Funkgeräte dann entsprechend programmiert. Er sendete ein generelles Alarmsignal zum Bahnkontrollzentrum in Taoyuan.
Nachdem ausgeschlossen worden war, dass offizielles Bahn-Equipment verwendet worden war, stellte die Polizei laut The Register bei dem Tatverdächtigen Funkgeräte, sowie einen Laptop und Smartphones sicher.
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Neben den Frequenzen der Bahngesellschaft soll er sich u. a. Zugang zu jenen der Feuerwehr von Taipeh verschafft haben. Die Bahngesellschaft reichte Ende April Klage gegen den Studenten ein, heißt es bei Taipei Times.
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