Zwei animierte Figuren in einem modernen Raum, eine springt in die Luft, die andere hebt ein Bein an.

Zuckerbergs Metaverse-Avatar springt. (rechts)

© Meta
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Digital Life

Zuckerbergs Traum ist geplatzt: Metaverse verabschiedet sich von VR

Für Mark Zuckerberg war die Zukunft des Internets klar: Wir alle sollten uns mit klobigen VR-Brillen auf dem Kopf in eine virtuelle 3D-Welt begeben, dort arbeiten und Güter einkaufen. Daraus wird nun doch nichts. Wie aus einem Blogbeitrag des Unternehmens hervorgeht, trennt Meta seine 3D-Plattform Horizon Worlds von seiner Quest-VR-Plattform.

Es ist das Ende einer großen Vision. Denn auf das Metaverse hatte der Facebook-Konzern viele Jahre hingearbeitet und um viel Geld VR-Unternehmen wie Oculus übernommen. Zuckerberg war von dem Plan derart überzeugt, dass er den gesamten Facebook-Konzern kurzerhand in Meta umbenannte. Der Plan ging nicht auf: Die VR-Welt floppte und wurde zum Milliardengrab.

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Im Grunde ist die Trennung der Plattformen ein Eingeständnis des Versagens. Aber im Blogpost bemüht sich Meta, das positiver klingen zu lassen: „Wir trennen unsere Quest-VR-Plattform bewusst von unserer Worlds-Plattform, um beiden Produkten mehr Raum für Wachstum zu geben“, sagt eine Managerin. 

„Wir verstärken unsere Bemühungen im Bereich des VR-Entwickler-Ökosystems und verlagern deshalb den Fokus von Worlds fast ausschließlich auf mobile Endgeräte. Durch die Aufteilung in 2 separate Plattformen können wir uns besser auf jede einzelne konzentrieren.“ Unterm Strich heißt das so viel wie: Ein Metaverse, wie Zuckerberg es einst angepriesen hat, wird es also nicht geben.

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Metaverse lebt als Handyspiel weiter

Stattdessen macht der Konzern aus Horizon Worlds nun ein interaktives Handyspiel. Bereits seit 2023 versucht Meta, seine Metaverse-Vorstufe als Mobil- und Webbrowser-Version als Alternative zu beliebten Games wie Fortnite und Roblox zu etablieren. Horizon Worlds soll wohl als abgespeckte Version nun zumindest etwas Geld in die Konzernkassen spülen. Nutzer können weiterhin Geschäfte eröffnen und mit virtuellen Gütern handeln.

Mehrere bunte Avatare bewegen sich in einer virtuellen 3D-Umgebung mit Palmen und Bannern.

Metas VR-Sparte strauchelt seit geraumer Zeit. Daher steckt Meta nun mehr Geld und Personal in den KI-Bereich, in andere Wearables und Mobilanwendungen. Anfang des Jahres schloss der Konzern mehrere seiner Spielestudios, die VR-Games entwickelten. Zukünftig will Meta externen Entwicklerstudios ermöglichen, ihre VR-Spiele auf der Meta Quest zu veröffentlichen. Dafür dürfte sich Meta gute Provisionen versprechen.

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Metaverse war Zuckerbergs großer Traum

Zuckerberg selbst war für KI übrigens nicht immer leicht zu begeistern. Während er das Metaverse 2021 zur Chefsache machte, sollen ihm damals wichtige Durchbrüche seiner KI-Forscher entgangen sein. Seine Fixation auf das Metaverse soll so stark gewesen sein, dass der Bereich, auf den Meta jetzt wie viele andere einen Hauptfokus legt, ins Hintertreffen geraten war.

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Jana Unterrainer

Interessiert sich nicht nur dafür, was Technologie kann, sondern auch was sie mit uns macht. Sie schreibt am liebsten über KI, Digitale Trends und Wissenschaft.

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