Hand hält Smartphone mit geöffnetem TikTok-Startbildschirm.

Symbolbild Tiktok 

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Netzpolitik

TikTok weiß, welche Dating-Apps du nutzt

Die Datenschutz-NGO noyb hat 2 Beschwerden gegen 3 Unternehmen bei der österreichischen Datenschutzbehörde eingereicht. Davon betroffen sind TikTok, aber auch die Dating-App Grindr und das Datenunternehmen AppsFlyer

TikTok soll Nutzerinnen und Nutzer nämlich nicht nur während der Nutzung der App tracken, sondern habe auch die Grindr-Aktivitäten eines Nutzers verfolgt. Noyb wirft den Unternehmen vor, sensible Daten offengelegt und damit gegen das Datenschutzgesetz verstoßen zu haben, wie Reuters berichtet.

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Unerlaubtes App-Tracking

Dass TikTok zahlreiche in der App verfügbare Daten für personalisierte Werbung nutzt, ist bekannt. Dass das chinesische Unternehmen aber auch auf Daten anderer Apps zugreift, eher weniger. Grindr ist eine Dating-App, die vor allem von der LGBTQ+-Community genutzt wird.

In diesem Fall habe TikTok gewusst, dass ein Nutzer Grindr auf seinem Smartphone verwendet. Aber auch wie er die Dating-App oder andere Apps nutzt, weiß TikTok. Laut noyb kann das chinesische Unternehmen zum Beispiel einsehen, welche Produkte in den Warenkorb anderer Apps gelegt wurden.

Möglich ist das laut noyb, weil das israelische Tracking-Unternehmen AppsFlyer und Grindr die Daten geteilt haben. Es sei weder AppsFlyer noch Grindr erlaubt, Daten von Nutzerinnen und Nutzern an TikTok weiterzugeben. Noyb hat deshalb eine Beschwerde wegen unerlaubter Datenweitergabe eingebracht. 

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Unvollständige Beantwortung des Auskunftsrechts

Aufgeflogen ist die Datenweitergabe, weil ein betroffener Nutzer eine Datenzugriffsanfrage an TikTok gestellt hat. Dabei hat er bemerkt, dass TikTok auf sensible Daten aus anderen Apps, wie Grindr und LinkedIn, zugreift.

Erst nach wiederholten Anfragen, habe TikTok die Informationen über die Datenweitergabe mit dem Nutzer geteilt. Damit habe das chinesische Unternehmen die Transparenzanforderungen der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) nicht erfüllt, so noyb. 

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Sensible Informationen 

Laut TikTok wurden die Daten genutzt, um personalisierte Werbung auszuspielen, aber auch für Analysen und zu Sicherheitszwecken. Informationen, wie die sexuelle Orientierung, sind jedoch besonders sensibel und deshalb strenger geschützt. 

Damit will man Nutzerinnen und Nutzer vor Diskriminierung schützen. Noyb forderte deshalb auch Geldstrafen gegen die Unternehmen zu verhängen, um sie zu zwingen, diese Praktiken zu beenden. 

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