Alexa+ auf einem Echo Show
Amazon Alexa+ mit KI startet ab sofort in Österreich
Seit 12 Jahren wird in vielen Wohnungen nach "Alexa" gerufen, wenn es darum geht, das Licht zu dimmen, die Kaffeemaschine einzuschalten oder einen Song abzuspielen. Allein in Deutschland gab es in den vergangenen 3 Jahren mehr als 100 Milliarden Interaktionen mit der Sprachassistentin.
Nun gibt es einen Generationenwechsel. Alexa entwickelt sich von der reinen Befehlsempfängerin zu einer weitaus leistungsstärkeren KI-Assistentin, die proaktiv agiert, menschenähnliche Unterhaltungen ermöglicht und ein Gedächtnis hat. Die neue Version Alexa+ ist ab sofort in Österreich und Deutschland verfügbar.
Ähnlich wie ChatGPT, Google Gemini oder Claude von Anthropic lassen sich mit Alexa+ nun auch natürliche Konversationen führen, bei denen die Sprachassistentin ihre Nutzerinnen und Nutzer immer besser kennenlernt. Dadurch kann sich Alexa+ auch an die Vorlieben und Gewohnheiten erinnern und diese berücksichtigen.
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Alexa+
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Alexa+ bekommt ein Gedächtnis
Alexa+ kann sich etwa merken, dass sie Paprika bei Rezeptvorschlägen ausklammern soll, weil man ihr früher einmal gesagt hat, dass man Paprika nicht verträgt. Apropos Rezepte: Außerdem ist es nun möglich, der KI-Assistentin mehrere vorhandene Zutaten zu nennen und sie sucht nach passenden Rezepten.
Alexa+ ist auch in der Lage, den Kontext in Unterhaltungen korrekt zu erkennen und daraus entsprechende Aktionen abzuleiten. Wenn man ihr beispielsweise mitteilt, dass einem heiß ist, kann die KI-Assistentin vorschlagen, die Heizung zurückzudrehen, wie Amazon bei einer Demo in Berlin gezeigt hat.
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Wie Alexa+ funktioniert
Ähnlich wie ChatGPT, Google Gemini oder Claude von Anthropic basiert auch Alexa+ unter anderem auf einem so genannten großen Sprachmodell (LLM, Large Language Model). Amazon verfolgt für Alexa+ aber eine etwas andere Herangehensweise.
Unter der Haube ist Alexa+ eng mit Amazon Bedrock verzahnt. Dabei handelt es sich um einen Cloud-Dienst von AWS (Amazon Web Services), der den Zugriff auf KI-Modelle von Anthropic (Claude), Meta (Llama) oder Mistral AI ermöglicht. Auch die hauseigenen Titan-Modelle von Amazon sind dort verfügbar. Damit kann Alexa+ für ihre Skills die jeweils passenden KI-Modelle nutzen.
Alexa+
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Routinen und Kontext
Gleichzeitig ist Alexa+ auch deutlich intelligenter geworden. Wenn man etwa wissen will, welcher Film gerade mit großen Astronauten-Postern beworben wird, kann sie entsprechend recherchieren und die korrekte Antwort liefern.
In derselben Konversation lassen sich daran anschließend weitere Fragen stellen, beispielsweise "Wie heißt der Hauptdarsteller?" oder "Wann kommt der Film in die Kinos?". Alexa+ kann diese Folgefragen beantworten, weil sie den Kontext erkennt und sich an die vorangegangene Unterhaltung erinnern kann.
Neu ist auch, dass man so genannte Routinen per Sprachbefehl erstellen kann, etwa "Schalte jeden Morgen um 6.00 Uhr das Licht ein, mach eine morgendliche Stimmung. Spiele gleichzeitig die Morning-Playlist und schalte und eine halbe Stunde vorher die Kaffeemaschine ein". Zuvor konnten solche Routinen lediglich in der Alexa-App angelegt werden.
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Alexa+
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Alexa im Web und per Kamera
Mit der Einführung von Alexa+ ist es nun auch möglich, die KI-Assistentin auf der Website Alexa.com wie jeden anderen KI-Chatbot zu nutzen. Dabei können etwa auch Fotos und Dokumente hochgeladen werden. Zum Beispiel kann eine handschriftliche Aufzeichnung des Lieblingsrezeptes, das von Alexa erkannt und unter den Favoriten gespeichert werden kann.
Wenn man ein Amazon-Gerät mit integrierter Kamera nutzt, kann diese auch zur Objekterkennung verwendet werden. Auf diese Weise kann man sich etwa von Alexa beraten lassen, ob das Outfit für einen konkreten Anlass stimmig ist.
Was sich durch Alexa+ ändert
Auch wenn Alexa+ durch die KI-Anbindung jetzt deutlich smarter ist, ändert das nichts an ihren Grundfunktionen. Alle Befehle, an die man sich mit der alten Alexa gewöhnt hat, funktionieren auch mit der neuen Alexa+, betont Amazon gegenüber der futurezone.
Auf allen Geräten, auf denen derzeit Alexa läuft, wird Alexa auch weiterhin laufen. Aber nicht all diese Geräte sind kompatibel mit der neuen Alexa+. Die KI-Version der Sprachassistentin ist beispielsweise auf Echo Show 8, Echo Show 11, Echo Dot Max oder Echo Studio verfügbar. Eine vollständige Liste kompatibler Geräte ist auf der Amazon-Webseite zu finden.
Amazon bringt Alexa+ zunächst als Early-Access-Service nach Österreich und Deutschland. Wer ein kompatibles Gerät hat, kann sich für Alexa+ registrieren, um eine Einladung zu erhalten. Alexa+ wird während des Early-Access kostenlos sein. Danach können Prime Mitglieder Alexa+ ohne zusätzliche Kosten nutzen. Für Kunden ohne Prime-Abo ist Alexa+ nach der Early-Access-Phase für 22,99 Euro im Monat verfügbar.
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