Preise für Festplatten und SSDs sind gerade am Explodieren
Die Preise für Festplatten und SSDs sind in den vergangenen 4 Monaten drastisch gestiegen. Laut einer Analyse des Tech-Portals ComputerBase verteuerten sich die 12 meistgefragten HDD-Modelle seit September 2025 um durchschnittlich 46 Prozent. Bei den SSDs liegt die Steigerung sogar bei 74 Prozent. Noch extremer ist der Wert bei Arbeitsspeicher mit 344 Prozent.
Besonders betroffen sind große Festplatten aller großen Hersteller wie Seagate, Western Digital und Toshiba. Die Seagate BarraCuda mit 24 Terabyte Speicherkapazität kostete in Österreich Mitte September laut der Preisentwicklung von Geizhals etwa knapp 296 Euro. Derzeit legt man mindestens knapp 500 Euro dafür hin. Kurzzeitig schoss der Preis sogar auf 620 Euro.
Die Samsung SSD 990 EVO Plus 1TB kostete Mitte September knapp 80 Euro. Aktuell, also Mitte Jännner, muss man mindestens 166 Euro für sie hinlegen.
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Preisentwicklung der Samsung SSD 990 EVO Plus 1TB bei Geizhals
© Screenshot
KI-Boom als Grund
Der Preisanstieg ist eine direkte Folge des globalen KI-Booms. Tech-Konzerne wie Microsoft, Amazon und OpenAI bauen ihre Rechenzentren massiv aus und benötigen für das Training von KI-Modellen riesige Datensätze im Petabyte-Bereich. Das treibt die Nachfrage nach Speicherkapazität in die Höhe.
Western Digital hatte seine Kunden bereits im Dezember 2025 in einem Schreiben vor steigenden HDD-Preisen aufgrund unerwartet hoher Nachfrage gewarnt. Marktforscher gehen davon aus, dass sich die Lieferzeiten bei sogenannten Nearline-HDDs für Rechenzentren bereits auf ein ganzes Jahr erhöht haben. Gleichzeitig stellen die Hersteller ihre Produktion verstärkt auf Enterprise-Festplatten mit höherer Kapazität um, was das Angebot für Endkunden zusätzlich verknappt.
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